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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Zullo, Germano,     
Titel:
Du, was machst du gerade? Eine Geschichte von Roberto und Marie
ISBN:
978-3-8489-0182-1  
Übersetzer:
Ott, Bernadette
Originalsprache:
Französisch
Illustrator:
Albertine
Seitenanzahl:
88
Verlag:
Aladin, Stuttgart
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
17,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Roberto versucht einen Roman zu schreiben, doch Maie will lieber spielen. Eine herrliche Szene über ein bekanntes Phänomen.
[Michael Ritter 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / Spiel / Komik / Humor
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Der Erwachsene Roberto sitzt am Laptop am Tisch, die kleine Marie kommt mit ihrem Kuscheltier und will spielen. Dass Roberto arbeiten muss – einen Roman schreiben – gilt gerade nicht. Aber eine Geschichte findet Marie toll. Also liest Roberto vor. Als Maries Geschichte zu Ende ist, hat Roberto nun wirklich keine Zeit mehr. Nun erfindet Marie eine Geschichte, in der es um einen bösen Kröterich und eine Prinzessin geht, in denen unschwer Roberto und Marie erkannt werden können. Eine dramatische Verwandlungsgeschichte endet mit der glücklichen Erlösung von Roberto – der nun leider aber wieder nichts geschrieben hat.
Die typische Alltagsszene dürfte bekannt sein. Das Kind möchte spielen, der Erwachsene wiegelt zuerst ab, geht dann ein und muss aber irgendwann wieder „an die Pflicht denken“. Das ist schwer zu akzeptieren, das Kind beginnt ein eigenes Spiel, das nun auch von der Wut auf den Erwachsenen getragen ist. Bis zur Hälfte wird realistisch gezeigt, wie die Geschichte verlaufen könnte Vater und Tochter interagieren und der Vater liest vor. In den Bildern sind nur die beiden zu sehen, zudem nur Tisch und Stuhl und Marie Kuschelaffe Faffa. Die Zeichnungen bestehen nur aus einfachen Konturlinien, die fast ohne Flächengestaltung, in minimaler Farbpalette und ohne Hintergrund und Szenenaccessoires auskommen. Im Spiel des Kindes wird nun aber die realistische Szene erweitert, indem die der Phantasie des Kindes entstammenden Verwandlungen und Zauberwesen ebenfalls ins Bild gesetzt werden. So verschwimmen Rahmenhandlung und die Binnenfiktion des kindlichen Spiels, die im dialogischen Aufbau des Buches ohne Erzählerkommentar auch nur vage voneinander abzugrenzen sind. Das Ergebnis ist ein herrliches Spiel mit den Möglichkeiten der Phantasie und ein kleiner Sieg des Kindes über den Erwachsenen. Heiter und ausgesprochen treffend beobachtet, sehr zu empfehlen!
[Michael Ritter 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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