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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Bydlinski, Georg,     
Titel:
... dann erst fällt die Schule aus! Unmögliche Möglichkeiten
ISBN:
978-3-902606-77-8  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Fahrnländer, Beate
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Edition Tandem, Salzburg/ Wien
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2012
Preis:
9,90 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Im Sommer gibt es viele Tage, an denen es eigentlich viel zu schön ist, um in die Schule zu gehen. Aber wann fällt schon die Schule aus?
[ms 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
6 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Schule / Schüler / Komik / Humor / fantastisch / märchenhaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Wer hat schon Lust bei schönem Wetter in die Schule zu gehen? Viel schöner wäre es doch, stattdessen den Tag am See zu verbringen. Aber was muss passieren, damit die Schule ausfällt? Unmögliche Möglichkeiten, wann die Schule ausfällt, hat Georg Bydlinski in einem kleinen Gedicht zusammengereimt. Die sieben zweizeiligen Strophen beginnen fast ausnahmslos mit dem kleinen Wörtchen "wenn" und sind im Paarreim verfasst. Dabei spielt Georg Bydlinski in der Verszeilen mit Wortbedeutungen und Gegensätzen: „[…] wenn an heißen Wintertagen Purzelbäume Äpfel tragen“ und fabuliert Nonsensverse, wie „Wenn die Pferde auf den Blüten sitzen und dort Eier brüten.“
In Szene gesetzt wurden die witzigen Reime von der Illustratorin Beate Fahrnländer. In den doppelseitigen grafischen Illustrationen finden sich meist links oben oder rechts unten die abgedruckten Verse. Als Hintergrundfarben werden in der Regel zurückhaltende Farben wie ein mattes Beige oder Mintgrün gewählt und trotz der Verwendung kleiner Details in einem leuchtenden Gelb oder Rot wirken die Bilder eher gedeckt und sind in Pastellfarben gehalten. Gearbeitet wurde mit mittelstarken Pinselstrichen, Konturen und Schatten wirken unscharf. Inhaltlich spielt die Illustratorin mit den Versen, die Bedeutungen werden wortwörtlich in das Bild umgesetzt, wie bei dem Vers über den Lift im Schneckenhaus, der dann auch so im Bild zu sehen ist. In gewisser Weise erzählen Gedicht und Bild wechselseitig – wobei das Gedicht manches offenlässt und das Bild dann eine eigene Deutung herstellt.
Die Rahmenhandlung, mit der Frage des Hundes, ob denn die Schule ausfiele, um an den See zugehen, impliziert einen heißen Sommertag. Die Illustratorin hat dies durchgängig in den Bildern umgesetzt, das zeigen z.B. das schwitzende Pferd oder der Schneefrosch auf seiner Piste eingebettet in eine Sommerlandschaft.
Ein wunderbar vergnügliches kleines Bilderbuch, welches Lust macht, weitere Reime zu erfinden, warum die Schule ausfällt.
[ms 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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