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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Ardagh, Philip,     
Titel:
Hasen rasen mit dem Bus
ISBN:
978-3-7488-0027-9  
Übersetzer:
Naumann, Ebi
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Mantle, Ben
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Dragonfly, Hamburg
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
14,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ein Bus voller Hasen rast durch die Stadt – eine verrückte kleine Reimgeschichte, herrlich komisch, nicht sehr sinnvoll, doch absolut unterhaltsam.
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Tiere / Komik / Humor / Abenteuer
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Ein Bus voll Hasen rast durch die Stadt. Die motorisierten Langohren sind herrlich überdreht und rücksichtslos, überfahren fast eine Gruppe Pandas, lassen alte Damen an der Haltestelle stehen und verhalten sich auch so ganz undiszipliniert. Der Bus schleudert durch die Stadt, bis ein weiteres Personenbeförderungsmittel gefunden wurde – der Zug. Nun kann die Reise weitergehen.
Philip Ardagh berichtet von dieser Geisterfahrt in dem ihm typischen leichtfüßigen Humor. Weniger sinnhaft als mehr der Komik der Situation und der Sprache folgend, nimmt er uns mit auf diese rasante Reise. Dabei stellen die Reime nur ein Grundgerüst der Handlung dar, das jedoch mit darstellenden Elementen, seiner Versform, Wiederholungen und Gleichklängen nicht nur eingängig wird, sondern auch der Fahrt zunehmend Geschwindigkeit verleiht.
Das wichtige Pendant in diesem Bilderbuch sind die Bilder, die die Handlung erst anschaulich in Szene setzen und damit auch kommentieren und erweitern. Was im Text nur angedeutet wird, wird im Bild ausbuchstabiert, wenn die Stadt in Angst und Schrecken versetzt wird, weil das unkalkulierbare Hasengeführt sich nähert. Die unbedarften Hasen sind als typisierte Wesen stark vereinfacht und entindividualisiert dargestellt. Die anderen Tiere hingegen tragen auch viele menschliche Accessoires und auch so spielt die Handlung in einer Stadt, die von menschenähnlichen Tieren bewohnt wird. Nebenbei entfalten sich auf den wimmelartigen Bildern auch Parallelgeschichten, indem Figuren, die im Gedicht nicht vorkommen, immer wieder auftauchen und so sich weitere Erzählstränge ergeben. Die Bilder sind Szenenbilder, die die Seiten randlos füllen, oder auch kleinere Panele, die hochfrequent aufeinander folgende Handlungen zeigen und damit Dynamik erzeugen.
Insgesamt liegt hier ein witziges Nonsens-Bilderbuch vor, das einfach Spaß macht und zum wiederholten Anschauen und Entdecken einlädt. Sehr zu empfehlen!

Michael Ritter
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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