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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Onn, Aidan,     
Titel:
Das Alphabet der Monster und anderer magischer Wesen
ISBN:
978-3-96244-117-3  
Übersetzer:
van der Avoort, Birgit
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Hodgson, Rob
Seitenanzahl:
56
Verlag:
Laurence King, Berlin
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
14,90 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Von Alien bis Zombie werden hier verrückte und grauselige Wesen vorgestellt und ins Alphabet eingeordnet.
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
fantastisch / märchenhaft / Komik / Humor / Literatur
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Einen Alien kennen wir alle, auch das Zombie ist bekannt, weniger hingegen der fürchterliche Leviathan – ein Riesenfisch, ähnlich einem Seedrachen, der einen ganzen Wal verschlingen kann – oder auch der Xing Tian, welcher ein chinesischer Riese ist, der bei einem Kampf seinen Kopf verlor und nun mit Augen und Mund im Bauch sein Unwesen treibt. Vereint sind hier – ordentlich sortiert nach dem Alphabet – 26 Unwesen, teilweise gut bekannt und teilweise fremdartig. So sind quer durch die Kulturen Schauergestalten und Monster zu finden, die in schrecklichen Gestalten und mit grausigen Methoden die Menschheit terrorisieren oder jagen, wer sich in ihr Terrain wagt. Es fasziniert dabei, dass solche Schreckgestalten offensichtlich kulturübergreifend personifizierte Ängste darstellen, die in bestimmten Eigenschaften und Körpermerkmalen umgesetzt das Grauen an sich repräsentieren.
In diesem besonderen Sachbilderbuch ist jedem dieser Wesen eine Doppelseite gewidmet. Die Figuren sind plakativ in typisierten und leicht überzeichneten Körperformen gezeigt, die schablonenhaft und detailreduziert vorgeführt werden. Sie sind in besonderen Szenerien zu sehen, die auch zeigen, wie Menschen in den Gefahrenradius der Wesen geraten. Die Schreckgestalten sind dabei durchaus auch komisch verfremdet, was dem Buch die Schwere nimmt und es vielmehr zu einem komischen Rundgang durch eine interkulturelle Welt der Schreckgestalten macht.
So jagen die Wesen weniger Angst ein, als dass sie das kreative Potenzial der menschlichen Angst vorführen. Das anzuschauen macht durchaus Spaß – und ist nachdrücklich zu empfehlen!

Michael Ritter
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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