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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Pauli, Lorenz,     
Titel:
Ei, Ei, Ei! Die Maus hilft aus
ISBN:
978-3-7152-0783-4  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Schärer, Kathrin
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Atlantis bei Orell Füssli, Zürich
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Eine hilfsbereite Maus meistert einen ganzen Kindergarten – humorvoll und witzig; fast, wie das Leben so spielt.
[Michael Ri 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Tiere / Freundschaft / Hilfsbereitschaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Die Maus liegt in der Sonne und genießt den Tag. Doch die Amsel hat Stress. Sie muss sich um die Eier kümmern und nebenbei Futter suchen. Kein Problem, meint die hilfsbereite Maus, bring die Eier doch zu mir. So viel Hilfebereitschaft spricht sich schnell herum. Auch die Meisen und der Specht bringen ihre Eier, um ein wenig Freizeit zu haben, das Eichhörnchen bringt seine vier Kinder und die finden gleich auch noch weitere Eier. Dann schlüpft das erste Vogelküken, die Amsel identifiziert die gefundenen Eier als Schlangeneier und die werden schnell zurückgebracht, der Specht ist nicht zufrieden, weil seine Eier – entgegen seiner expliziten Ansage – nicht in der Mitte lagen, die Eichhörnchen sind nicht ganz so pflegeleicht, wie die Mutter meinte; und am Ende ist ein Ei übrig, das niemandem zu gehören scheint. Allen diesen besonderen Anforderungen und Wünschen kommt die Maus in immerwährender Ruhe und freundlicher Gelassenheit nach. Sie managed die Bedürfnisse, ist bestimmt aber offen für alle Fragen und Anliegen, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie zeigt sich aber auch verbindlich und verantwortlich. Letztendlich erinnert die Situation sehr an ein menschliches Betreuungsangebot. Alle Eltern – besonders die werdenden – haben sehr individuelle Bedürfnisse und letztendlich nur einen Blick auf die eigenen Kinder. Gleichzeitig folgt die Handlung übergreifenden Bedingungen, unter denen das Miteinander nur funktionieren kann. Und ein wenig Glück gehört immer auch dazu. Bis in die Begrifflichkeiten wird das frühkindliche und frühelterliche Erfahrungsfeld ins Tierreich übertragen. So stellt sich ein wenig die Frage, an wen sich das Buch eigentlich richtet; vermutlich und im besten Fall an Eltern und Kinder zusammen. Die Geschichte ist in kurzem, erzählerischem Ton gehalten, Nähe wird durch Szenen wörtlicher Rede erzeugt. Die Bilder sind sehr typisch im Stil von Kathrin Schärer gehalten. Es sind kombinierte Aquarell- und Bundstiftzeichnungen, kombiniert mit farbigem Papier, Wachskreiden und anderen Techniken. Die Tiere sind naturalistisch, jedoch leicht anthropomorph verfremdet – auf jeden Fall in ihrem Verhalten sehr menschenähnlich. So bleibt die übertragene Bedeutung in einer spannenden Schwebe und die Illusion der alltäglichen Erfahrung subtil. Ein Buch zum Schmunzeln und Wiederfinden – sehr zu empfehlen!
[Michael Ri 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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