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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Pfister, Marcus,     
Titel:
Leos Monster
ISBN:
978-3-314-10520-3  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Pfister, Marcus
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Nord-Süd, Gossau
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Leo ist das erste Mal bei Zoe auf dem Land. Im unendlichen Grün entdeckt er ein Monster! Ein Bilderbuch über das Beängstigende im Fremden.
[tm 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / Freundschaft / Natur / Angst / Tiere / Ungleichheit / fantastisch / märchenhaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
In diesem Bilderbuch besucht nicht die Landmaus die Stadtmaus und fürchtet sich, sondern es ist genau andersrum: Zoe lebt auf dem Land und bekommt Besuch von Leo aus der Stadt. Katzen kennt er und weiß, dass man sich vor ihnen lieber in Acht nehmen sollte. Doch als er die Umgebung im unendlichen Grün, zu dem Zoe „Wiese“ sagt, erkundet, entdeckt er ein Monster. Er beschreibt es Zoe bildhaft. Ein wirklich imposantes Monster mit harten, klumpigen Füßen, einer so riesigen Zunge, dass es damit Bäume ausreißen könnte, großen Hörnern – absolut furchteinflößend. Zoe ist neugierig und begeistert vom Gruselmonster, das kein Feuer spukt, weil es ja kein Drache ist. Als sie das Monster endlich zu sehen bekommt, muss sie lachen und grüßt Berta herzlich…
Der Schweizer Illustrator und Autor, Marcus Pfister, schafft in seinen Werken die spannendsten Welten, die meist der realen Welt sehr nahe sind und doch im Besondern vom Phantastischen leben. Die Handlung des Bilderbuches ist einsträngig und klar. Die im Präteritum verfasste Erzählung basiert maßgeblich auf der Konversation zwischen den beiden Mäusefreunden, sodass der Anteil der wörtlichen Rede sehr hoch ist. Der verständliche Text lässt sich flüssig vorlesen. Die Vermutungen zum Aussehen und Handeln des Monsters sind auf beeindruckende Weise in den Illustrationen verarbeitet. Das Monster baut sich in selbigen sukzessiv auf, sodass die Betrachter*innen Stück für Stück erahnen können, worum es sich bei Berta, dem Monster, handelt. Interessant ist die außergewöhnliche Abdrucktechnik, mit welcher das Buch illustriert ist. Hierbei sind die Abbildungen zuerst auf einem anderen Untergrund mit Farbe entstanden und anschließend gedruckt worden. So entstehen spannende Effekte und außergewöhnliche Strukturierungen. Die farbenfrohen, phantasievollen Illustrationen erwecken die kindliche, grenzenlose Vorstellungskraft und bereiten den Rezipient*innen eine freudvolle Betrachtung und Rezeption des empfehlenswerten Bilderbuches, welches auch dazu einlädt sich Gedanken darüber zu machen, warum das Fremde oft so furchteinflößend erscheint.
[tm 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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