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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Campbell, Marcy,     
Titel:
Adrian hat gar kein Pferd
ISBN:
978-3-570-17647-4  
Übersetzer:
Gutzschhahn, Uwe-Michael
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Luyken, Corinna
Seitenanzahl:
40
Verlag:
cbj, München
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Adrian Simmer hat kein Pferd, das weiß Zoe ganz sicher. Oder doch? Ein großartiges Bilderbuch über Augen, die mehr sehen.
[tm 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / Außenseiter / fantastisch / märchenhaft / Flucht / Gefühle / Kindheit / Lernen / Streit / Konflikt / Ungleichheit
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Adrian liebt es von seinem wunderschönen Pferd, einem Schimmel mit goldener Mähne, zu schwärmen. Wenn ihm jemand zuhört, erzählt er ihm liebend gern von seinem Pferd. Zoe ärgert das, sehr sogar. Sie beklagt sich mehrfach bei ihrer Mama darüber, denn Adrian ist ein schlimmer Lügner. Zoe weiß, dass sein Garten zu klein für sein Pferd ist und Adrian nicht mal für sich selbst sorgen und seine Schulsachen in Ordnung halten kann. Adrians Lüge macht Zoe so wütend, dass sie ihn bloßstellte und den Kleinen mitteilte, dass Adrian überhaupt kein Pferd hat und lügt. Adrian machte das sehr traurig. Als Zoes Mama sie mit in einen äußerst unschönen Teil der Stadt und zu Adrians Zuhause nahm, sah Zoe, dass Adrian wirklich kein Pferd hatte. Gleichzeitig wusste sie aber auch: „Er hat das schönste Pferd von allen auf der ganzen Welt.“
Dieses wunderschöne Bilderbuch ist ein wahrer Schatz. Die außergewöhnlichen Zeichnungen tragen die mitreißende und doch schlichte Erzählung. Der Text ist sehr gut verständlich und von einem großen Anteil wörtlicher Rede geprägt. Er lässt sich flüssig vorlesen und wirkt durch die metaphorische Sprache sowie die vielen Vergleiche sehr anschaulich. Die großartigen Illustrationen des Buches sind wahre Kunstwerke und sprechen für sich. Besonders die Farbauswahl fasziniert neben der spannenden Komposition aus verschiedenen Techniken. Auf den Bildern dominieren schwarze Linien, welche die abstrakten Elemente skizzieren oder ihnen Struktur geben. Die grafischen Zeichnungen wurden mittels Aquarellfarben sowie Kreiden koloriert. Rot-Lila-Töne stehen dabei strahlend hellem Gelb gegenüber. Eine Vielzahl kleiner Details kann auf den bewegenden Illustrationen entdeckt werden. Die Wirkung der Illustrationen zu deuten und sie in Verbindung zur Handlung des Bilderbuches zu setzen könnte Mittelpunkt der Auseinandersetzung im fächerverbindenden Deutsch- und Kunstunterricht sein. Ein Fokus lässt sich dabei auf die visuelle Verarbeitung der Themen Diversität und Ungerechtigkeit legen. Die Botschaft des Buches zur Kraft der Fantasie und den verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven ist wertvoll und kann Impuls für tiefgreifende Gespräche sein. Insgesamt ist dieses Bilderbuch äußerst empfehlenswert und eine Bereicherung für jede Rezipient*in.
Thekla Mayerhofer
[tm 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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