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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Gaiman, Neil / Russel, P. Craig,     
Titel:
American Gods. Ich, Ainsel Buch 2/2
ISBN:
978-3-96219-004-0  
Übersetzer:
Althoff, Gerlinde
Originalsprache:
Amerikanisch
Illustrator:
Hampton, Scott
Seitenanzahl:
128
Verlag:
Splitter, Bielefeld
Gattung:
Comic / Graphic Novel
Reihe:
American Gods
Jahr:
2019
Preis:
19,80 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Die Geschichte vom Kampf der alten gegen die neuen Götter wird weitererzählt.
[mz 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
16 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / fantastisch / Religion / Streit / Konflikt / Krieg
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Im vierten Sammelband der Serie AMERICAN GODS beginnt der bis hierhin latent schwelende und mehr angedeutete denn offenliegende Konflikt der alten Gottheiten gegen die neuen Götter und Kulte auszubrechen. Weiterhin befindet sich Shadow in Gesellschaft des zwielichtigen Mr. Wednesday, der eigentlich die nordische bzw. altgermanische Gottheit Odin (bzw. Wotan) darstellt und weiterhin unter den verbliebenen alten Göttern und sonstigen mythologischen Wesen nach Verbündeten im oben skizzierten Kampf sucht. Dieses Kriegstrommeln wird natürlich auch auf der Gegenseite vernommen, die nun zum präventiven Gegenschlag rüstet und als erstes die Liebesgöttin Bilquis ins Visier nimmt. Scheinen für Shadow selbst die Zeiten zunächst noch relativ ruhig zu verlaufen, bringt ihn eine Denunziation um seine bis dahin vor seinen Mitmenschen gut gehütete dunkle Vergangenheit in ernsthafte Schwierigkeiten. In solche gerät zum Abschluss des Bandes schließlich auch Mr. Wednesday, als er sich für Verhandlungen mit der gegnerischen Seite selbst in Gefahr bringt.
Mit jedem neu erscheinenden Heft dringen Autor Neil Gaiman und Zeichner Scott Hampton ins Unbewusste der nordamerikanischen und kontinentaleuropäischen Kultur vor. Die gegen ihr Vergessen und Verschwinden kämpfenden Götter stehen stellvertretend für vormoderne Aspekte einer sich selbst als (post-)modern begreifenden Kultur, die sich ihrer archaischen, irrationalen Elemente nicht mehr bewusst ist, weil sie diese weitgehend verdrängt hat. Und doch sind diese Elemente weiter am wirken und drängen unerbittlich an die Oberfläche. Die Comicadaption von Gaimans Erfolgsroman scheint ganz offensichtlich den sozialpsychologischen Hintergründen auf der Spur zu sein, die zu den gegenwärtigen sozialen und politischen Verwerfungen in ebenjenen Gesellschaften geführt haben. Scott Hamptons nüchterner Strich bildet dabei die produktive Antithese zum mythologischen Donnergrollen der Erzählebene.
[mz 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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