AJUM Logo
Datenbank
Besprechungen von Kinder-,
Jugendliteratur & Medien




Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
Datenbank

AJuM Datenbank
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

9875 aktuelle Rezensionen, weitere 69826 Rezensionen im Archiv
Suchtext:
Schlagwörter:
Titel:
Autor
Vorname:
Autor
Nachname:
Illustrator:
Bewertung:
 Einsatzmögl.:
Medienart:
Alter:
Gattung:
 Archiv anzeigen:
Wolgastpreis:
 
Wie suche ich richtig? Wie darf ich die Rezension verwenden? DRUCKANSICHT



Autor:
Barroux, S.,     
Titel:
Bin doch kein Angsthase
ISBN:
978-3-946972-36-5  
Übersetzer:
Illmann, Andreas
Originalsprache:
Französisch
Illustrator:
Barroux, S.
Seitenanzahl:
28
Verlag:
Schaltzeit, Berlin
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
16,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Angst vor dem Verkehr, dem Schwimmbad oder dem Verlaufen? Kein Problem, wenn man die richtige Ausrüstung hat.
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Angst / Kindheit / Gefühle
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Der kleine Junge hat keine Angst; keine Angst vor dem Straßenverkehr, keine Angst vor dem Schwimmbad, keine Angst vor dem Meer, dem brüllenden Löwen und den endlosen Reihen im Supermarkt, in denen man sich verlaufen kann. Und warum? Es braucht nur die richtige Unterstützung. Im Falle des kleinen Jungen ist das das Kuscheltier, ein kleiner Hase mit Namen Dudu. Und dann, ganz manchmal, ist es auch schön, dass die Eltern immer da sind und den Jungen bedingungslos liebhaben.
Die dargestellten Szenen sind in stark reduzierten und verfremdet-überzeichneten grafischen Zeichnungen dargestellt, die weitgehend durch schmale Linien auf weißem Grund realisiert werden. Nur wenige Flächen sind monochrom koloriert, mit gelb, rot und grau. Dabei changieren die Strukturmittel zwischen starken, eher flächenhaften Pinselstrichen und feinen Schraffurlinien. Die Figuren sind fast comicartig typisiert, haben übertriebene Körper und doch markante Formen. So entsteht eine pointierte Darstellung, die den zentralen Fokus herausarbeitet.
Der Junge ist auf den Bildern in der Regel allein oder mit seinem Kuscheltier zu sehen. So entsteht ein Eindruck etwas trotziger Entschlossenheit. Gleichzeitig wird die Leerstelle der fehlenden Bezugspersonen unterschwellig immer markanter und schließlich regelrecht greifbar, bevor die Auflösung die Pointe erzeugt. Dann wird auch deutlich, dass die Eltern der wirkliche Rückhalt sind, der Urvertrauen und Sicherheit bietet und dem Jungen die Angst nimmt.
Eine humorvoll leichtfüßige Darstellung macht dieses elementare Thema zugänglich. Sehr zu empfehlen.

Michael Ritter
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.