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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Pauli, Lorenz,     
Titel:
Alles war See
ISBN:
978-3-7152-0762-9  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Bougaeva, Sonja
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Atlantis bei Orell Füssli, Zürich
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
14,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Blumenkohl anbauen? Das muss warten - eine sehr lange Zeit...
[nana 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / Liebe / Natur / Umweltschutz / Tiere
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Dieses hochformatige Bilderbuch handelt von einer Frau und einem Mann, deren Namen unbekannt bleiben. Eigentlich wollten sie gerade Blumenkohl pflanzen, aber ein Unwetter zog auf - und es sollte nicht das letzte sein... Nach dem ersten Unwetter entdeckten sie ein Loch im Dach und da eine Reparatur aufwendiger würde als gedacht, entschlossen sie sich ein neues Haus zu bauen, direkt am See. Das alte Haus wurde ein Stall für die Tiere. Doch schon rückte das nächste noch größere Unwetter an und flutete das Haus am See und auch den Stall. Die beiden packten alle Tiere und gemeinsam transportierten sie das Haus am See auf einen Berg. Herum bauten sie einen Stall, sodass das Haus nun einer Arche glich - bloß gut, dass sie den Blumenkohl noch nicht gepflanzt hatten. Beim nächsten Unwetter kamen Tiere aus Wald und Feld auf das Hausboot und schon bald war alles See. Doch das Boot brachte Mann, Frau und Tiere an neues Land. Alle waren sehr glücklich und bereit für einen Neuanfang, doch warum dem Hausboot nicht zur Sicherheit noch Flügel anbauen - der Blumenkohl kann warten...
Diese ungewöhnliche Geschichte, die allerhand intertextuelle Verweise und Anspielungen in sich birgt, ist voller Leerstellen, die als Erzählanlass dienen können. Es ist zum einen traumhaft und positiv, andererseits kann man die vielen immer schlimmer werdenden Unwetter mit den Klimakatastrophen heutzutage in Verbindung bringen und darüber diskutieren.
Illustriert wurde von Sonja Bougaeva im malerischen Stil. Man hat dabei das Gefühl, die einzeln aufgetragenen Farbtöne und ihre Mischungen haptisch wahrnehmen zu können wie auf einem Ölgemälde. Der humorvolle Schwenk auf die Blumenkohlpflanzung bildet einen Rahmen und immer wieder einen Grund zum Schmunzeln.
Alles in allem eine sehr außergewöhnliche Geschichte, die mit viel Ruhe und dennoch Kraft daherkommt und anregt zum Weiterdenken.
[nana 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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