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Autor:
Museum Kunst der Westküste,     
Titel:
Emil Nolde und das Meer
ISBN:
978-3-86832-482-2  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Seitenanzahl:
144
Verlag:
Wienand, Köln
Gattung:
Sonstige
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
34,00 €   eBook
       
Inhalt:
Der Bildband zeigt verschiedene Werke des Expressionisten Emil Nolde zum Thema Meer, Wind und Küste. Der Künstler wählte seine Wohnorte immer in der Nähe von Ost- oder Nordsee, so dass das Meer sein ständiger Begleiter wurde. Hier fand er Motive und Inspirationen für seine Bilder. Je nach Stimmung zeigen die Gemälde die ruhige oder aufbrausende See in verschiedenen Farben und zu verschiedenen Zeiten.
[hg 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
10 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Bildende Kunst / Natur / Umweltschutz / Geschichte
       
Anmerkungen:
Das Buch wurde im PDF-Format rezensiert, steht aber auch als gedruckter Bildband zur Verfügung.
       
Beurteilungstext:
Der Bildband zeigt hier unter dem Thema: „Emil Nolde und das Meer“ Bilder aus der Ausstellung des Museums Kunst der Westküste. Der Maler fühlte sich immer mit dem Meer verbunden und schuf sowohl Aquarelle, als auch Gemälde mit den verschiedensten Motiven zum Thema Meer. Zunächst war Nolde von der damaligen modernen französischen Malerei, den Impressionisten beeinflusst. Später entwickelte er seinen eigenen expressionistischen Stil. Bereits am Anfang seiner Kariere war das Meer ein wichtiges Motiv. Dadurch entstanden Bilder, die die besondere Stimmung am Meer darstellen. Der Ort des Motives spielte dabei eine untergeordnete Rolle, die Farben waren eher zurückhaltend, wie im Bild „Strandwelle“ von 1900. In den Jahren um 1910 malte Nolde seine Meeresbilder mit kräftigen Farben und deutlichen Pinselstrichen, um dem Licht und der Wärme am Strand gerecht zu werden, wie im Bild „Strand“ und „Sonnenuntergang II“ von 1909. Die nachfolgenden Werke wirken dagegen nicht mehr so bunt, sondern zeigen auch die Naturgewalten des Meeres mit kräftigen Wellen an Sturmtagen wie z: B. „Himmel und Meer“ von 1930. In Noldes späteren Arbeiten tritt das Harmonische wieder etwas mehr in den Vordergrund. Während seines Berufsverbotes schuf er überwiegend kleinformatige Aquarelle, von denen er nur wenige nach 1945 in Öl umsetzte. Zu den beeindrucktesten gehört das Bild „Glühender Meeresabend“, das 1949 entstand. Durch die einzigartige Farbkomposition der Primärfarben entstand dieses farbenprächtige Bild, was auch auf der Titelseite des Buches zu sehen ist.
Das Buch vermittelt einen sehr gelungenen Einblick in das Schaffen und Wirken des Malers Emil Nolde. Interessante Informationen zu den Werken oder zur Biografie des Künstlers erhält die Leser*in auf den ersten Seiten, sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Danach folgen zahlreiche Bildtafeln in hervorragender Qualität, die chronologisch Noldes künstlerisches Schaffen zum Thema Meer zeigen und auch Entwicklungslinien ablesen lassen. Durch das E-Book-Format können die Bilder auch beliebig vergrößert werden, dabei kommt die Farbintensität am Bildschirm gut zum Tragen.
Insgesamt ist es eine gelungene Auswahl von Werken des Künstlers zum Thema Meer.
[hg 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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