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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Schwieger, Frank,     
Titel:
Ich, Zeus, und die Bande vom Olymp
ISBN:
978-3-423-71819-6  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Wultschner, Ramona
Seitenanzahl:
264
Verlag:
dtv, München
Gattung:
Märchen / Fabeln / Sagen
Reihe:
dtv junior
Jahr:
2019
Preis:
9,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Stell dir vor, Götter und Helden würden dein Freundschaftsbuch füllen. Welche Geschichten sie wohl erzählen würden?
[anfe 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
10 - 15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / Fremde Kulturen / Komik / Humor
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Jedes Kind besitzt im Laufe seines Lebens ein Freundschaftsbuch, in dem sich alle anderen Kinder verewigen können: Name, Foto, Familie, was man besonders gut kann oder gar nicht mag. Das „Freundschaftsbuch“ aus der Feder Frank Schwiegers ist jedoch besonders: Als Freund*innen tragen sich die Götter und Göttinnen des Olymp ein. Von A bis Z, von Achilleus über Penelope bis hin zum Göttervater Zeus persönlich, der sich auch im Vorwort schon meldet. Er ist es nämlich leid, dass die Geschichten, die sich die Menschen über den Olymp erzählen, nicht immer ganz der Wahrheit entsprechen. Und deswegen erzählen die Götter selbst.
Auf kurzweilige und humorvolle Art gelingt es Frank Schwieger, Ordnung in das Chaos der griechischen Sagen zu bringen. In jeweils kurzen, doppelseitigen Steckbriefen werden die Held*innen zuerst vorgestellt, bevor sie auf wenigen Seiten ihre Geschichte aus der jeweiligen Ich-Perspektive selbst erzählen: ungefiltert, mit Witz und immer verständlich. Dabei entspinnt sich im Laufe der Lektüre ein Geflecht zwischen den verschiedenen Charakteren und die Welt des Olymps erwacht zum Leben. Schritt für Schritt tauchen die Leser*innen so in eine unbekannte und faszinierende Welt ein, wobei zu empfehlen ist, das Buch nicht in einem Lauf zu lesen, sondern „häppchenweise“. Sonst kann es bei aller Umsicht und Anschaulichkeit von Seiten des Autors angesichts der vielen Informationen doch verwirrend werden.
Unterstützt werden die Anekdoten und Sagen durch die Schwarzweiß-Illustrationen von Ramona Wultschner. Im graphischen Stil, der stellenweise skizzenhaft wirkt, erwachen die Figuren zum Leben und erinnern z.B. durch Speedlines an Comicillustrationen. Dabei wird jeder Charakter zuerst auf einer Seite komplett, auf einer kleinen Säule stehend gezeigt. Im darauf folgenden Steckbrief werden wichtige Schlüsselszenen und -figuren in losgelösten Bildern und Panels darstellt. Damit wird den Leser*innen der Einstieg in die anschließende Erzählung erleichtert, zentrale Informationen zum Textverstehen im Vornherein angeboten. Durch Sprechblasen, Kästchen mit ergänzenden Informationen, Pfeile mit dazugehörigen Kommentaren und unterschiedliche Typografien erscheinen die Vorstellungen, Gedanken und Emotionen der Charaktere dabei durchgehend authentisch und nahbar, ohne dass die Illustrationen die Erzählungen in den Hintergrund drängen würden.
Alte Geschichten im neuen Gewand. Erfrischend, sorgfältig recherchiert und sehr zu empfehlen, nicht nur für Fans der griechischen Mythologie.
[Anneliese Feilcke]
[anfe 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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