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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Evans, Kate,     
Titel:
Rosa. Die Graphic Novel über Rosa Luxemburg
ISBN:
978-3-320-02355-3  
Übersetzer:
Arps, Jan Ole
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Evans, Kate
Seitenanzahl:
228
Verlag:
Dietz, Berlin
Gattung:
Comic / Graphic Novel
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
20,00 €   Taschenbuch / Heft / Broschur
       
Inhalt:
Comic-Hommage an die politische Symbolfigur Rosa Luxemburg
[sag 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
12 - 17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei
Wolgast Preis:
Ja
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Geschichte / Mädchen / Frau / Politik / Ungleichheit / Marxismus
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
In ihrer Graphic Novel „Rosa“ widmet sich die kanadisch-britische Künstlerin, Autorin und Aktivistin Kate Evans dem faszinierenden Leben Rosa Luxemburgs. Die Geschichte versteht sich als fiktionale Darstellung wahrer Begebenheiten und beginnt 1871, dem Jahr der Pariser Commune und dem Jahr in dem Rosa Luxemburg in Polen geboren wird, erzählt im weiteren Verlauf verschiedene Stationen ihrer Entwicklung hin zur Kämpferin für Freiheit und Gleichheit und zeigt, wie sie schließlich im Jahr 1919 zusammen mit Karl Liebknecht als Kopf des kommunistischen Spartakusbundes getötet wird. Die Geschichte endet aber nicht zusammen mit Rosas Leben, sondern zeigt eine „Red Rosa“ (so der englische Originaltitel) des 21. Jahrhunderts mit wehendem Haar und in Jeans, die sich mit einer übergroßen Ausgabe ihres einflussreichen Hauptwerks „Die Akkumulation des Kapitals“ gegen Polizeigewalt unter dem Hashtag #thecomingspring wehrt. Die durchgängigen Schwarz-Weiß-Zeichnungen fangen die feinen Züge Luxemburgs sowie die der zahlreichen anderen politischen Figuren des frühen 20. Jahrhunderts überzeugend ein und verdeutlichen auf einer bildlichen Ebene die mitunter sehr abstrakten politischen Thesen.
Was Evans Portrait in besonderer Weise auszeichnet, ist die Verschränkung von autobiographischer Intimität und politischer Sachlichkeit. Wir sehen Rosa Luxemburg als eine scharfsinnige Jugendliche, die ihren Brüdern ihre politischen Ideen am Esstisch mit Messer und Löffeln demonstriert, als eine verletzliche Frau, die ihren Liebhaber unter Tränen anschreit „Ich will, dass du mich liebst!“ und als weitsichtige Denkerin, die sich in einer von Männern dominierten Welt zu behaupten weiß.
Eine überzeugende Hommage an die politische Symbolfigur Rosa Luxemburg!
[Saskia Germer]
[sag 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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