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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Boie, Kirsten / Menrad, Karl,     
Titel:
Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte
ISBN:
978-3-8337-3977-4  
Übersetzer:
Menrad, Karl
Originalsprache:
Illustrator:
Boie, Kirsten
Seitenanzahl:
338
Verlag:
Goya Lit bei Jumbo, Hamburg
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
13,39 €   Audio-CD / Hörbuch / Musik
       
Inhalt:
Der Wald brennt! Eine Katastrophe – besonders für den kleinen Fuchs. Aber auch eine Chance – nicht nur für ihn.
[tm 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
6 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Tiere / Natur / Umweltschutz / Angst / Freundschaft / Außenseiter / Lernen / Ungleichheit
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Das kleine, graue Puschelige liegt weinend am Boden. Nach dem Waldbrand, welcher alle Tiere in Aufruhr versetzt hat, liegt es allein und weinend da. Von seinen Eltern keine Spur. Während sich die Tiere noch wundern, was für ein Wesen es wohl sein könnte, wird schnell deutlich, dass es einen Platz zum Schlafen braucht und nicht allein bleiben kann. Mama Reh erklärt sich letztlich bereit dem, wie sich herausgestellt hat, jungen Fuchs ein Zuhause zu geben. Mit ihren nun vier Kindern erlebt sie einiges. Für Blauauge, wie der kleine Fuchs liebevoll von Mama Reh getauft worden ist, ist vieles ungewohnt und neu. Er hat Mühe mit seinen Rehkitzgeschwistern mitzuhalten und muss sich an vieles gewöhnen, wächst jedoch an seinen Aufgaben. Schon bald entwickelt sich eine starke Freundschaft. Der Uhu jedoch hat von Beginn an gewarnt: „Ein Fuchs, bleibt ein Fuchs!“ Ist das Zusammenleben mit ihm nicht ganz ungefährlich und wird er immer ein adoptiertes Rehkind sein?
Die erfolgreiche Autorin Kirsten Boie hat eine wundervolle Geschichte über Fremdsein, Andersartigkeit, Mut sowie Freundschaft verfasst. Sie ist verständlich geschrieben und sehr gut nachvollziehbar. Förmlich „nebenbei“ werden den Rezipient*innen Sachinformationen zum Leben der Tiere im Wald geliefert. Dabei werden Lebensweisen der Menschen aus Sicht der Tiere auf humorvolle Weise beleuchtet und hinterfragt. Boie gelingt es dennoch, dass ihre Erzählung weder belehrend, noch abgehoben wirkt. Stattdessen lassen sich große Lebensweisheiten lesen, wie: „Es gibt verschiedene Wege, um ans Ziel zu kommen. Man muss nur herausfinden, welcher Weg für einen selbst der Richtige ist“.
Der Sprecher der tierisch schönen Geschichte, Karl Menrad, spricht deutlich, in angemessenem Tempo sowie sehr natürlich. Problemlos scheint er jedem Tier eine individuelle Stimme verleihen zu können. Dabei wirkt das Gesprochene in besonderer Weise und die jungen Zuhörer*innen des Hörbuchs können die unterschiedlichen Charaktere der verschiedenen Tiere besser zuordnen. Seine warme, angenehme Stimme und die beruhigende Sprechmelodie machen den Rezipient*innen das Zuhören leicht und entführen in eine fantastische Welt voller Abenteuer. Dieses Hörbuch, welches auf drei CDs, welche mit ansprechenden Illustrationen aus dem Buch bedruckt worden sind, aufgezeichnet ist, zu rezipieren ist sehr empfehlenswert und kann auch im schulischen Kontext eine Bereicherung sein.
[tm 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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