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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Wildner, Martina,     
Titel:
Dieser verfluchte Baum
ISBN:
978-3-407-81237-7  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Seitenanzahl:
205
Verlag:
Beltz, Weinheim
Gattung:
Fantastik
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
13,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Im dritten Teil der Allgäuer Schauergeschichten-Reihe wird Hendrik von einem geheimnisvollen Baum angesprochen und immer mehr in den Strudel eines vermneintlichen Fluchs hineingezogen.
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
12 - 15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
fantastisch / märchenhaft / Außenseiter / Freundschaft / Liebe
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
In den Sommerferien sind Eddi und Hendrik in dem bekannten und mittlerweile an Monique und ihre Familie vermieteten Haus im Allgäu zu Besuch. Und wieder geschehen seltsame Dinge. An einem geheimnisvollen Baum sterben Menschen und Hendrik ist selbst wie verhext und droht sogar zu verholzen. Zudem spricht das Holz zu ihm und er kann sich immer weniger gut bewegen. Mit Hilfe seines Bruders Eddi und der Mädchen Ida, Monique und Grace kommen sie schließlich einer alten Geschichte auf die Spur, die zeigt, dass weniger der Baum als die Hinterlassenschaften einer Holzschnitzerin das Problem zu sein scheinen. Und wieder einmal ist dabei am Ende nicht ganz klar, was eigentlich wie miteinander zusammen hängt, so dass die eigene Phantasie nach Ende des Buches keinesfalls abschalten darf.
Martina Wildner verquickt geschickt eine typische Freundschaftsgeschichte am beginnenden Jugendalter mit phantastischen Elementen des Schauerromans. Offenkundig verweben sich mit der Handlung auch Vorgänge, die mit unseren Vernunftskategorien nicht zu erfassen sind. Das ist nicht ganz überraschend, da ja schon aus den ersten beiden Bänden bekannt, dennoch bleiben die Anspielungen und Andeutungen vage, da sich die Fährten oft dann doch als logisch erklärbar herausstellen. So verbinden sich Vorurteile, komische Zufälle und Aberglauben mit tatsächlichen phantastischen Ereignissen. Und oft entpuppen sich die Dinge schließlich ganz anders, als sie auf den ersten Blick erscheinen.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Hendrik erzählt. Damit verbinden sich auch entwicklungsbedingte Themen mit der schauerlichen Geschichte, was die steigende Spannung immer wieder bricht und auch andere Facetten in den Blick rückt. Geschickt entsteht so eine vielschichtige Geschichte mit vielen Sinnebenen. Mitreißend und faszinierend – wieder nachdrücklich zu empfehlen!

Michael Ritter
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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