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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Rowland, Lucy,     
Titel:
Wo ist meine Kuscheldecke?
ISBN:
978-3-7891-1077-1  
Übersetzer:
Maar, Paul
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Metcalf, Paula
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Oetinger, Hamburg
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
14,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Prinzessin Bella kann ohne ihre (vielleicht ein bisschen schmuddelige) Kuscheldecke nicht schlafen. Als diese spurlos verschwindet, begibt sie sich auf eine abenteuerliche Suche.
[tm 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / fantastisch / märchenhaft / Freundschaft / Gefühle / Komik / Humor / Angst
       
Anmerkungen:
mit Reimen von Paul Maar
       
Beurteilungstext:
„Wo ist meine Kuscheldecke?“, das wüsste die kleine Prinzessin Bella gern, denn ohne ihre Decke kann sie nicht schlafen. Im gesamten Schloss hat sie bereits gesucht, als sie ihren Bruder danach fragt. Dieser hat sie tatsächlich genommen, doch ihm wurde sie ärgerlicherweise vom Riesen entrissen. Bella stattet dem Riesen kurzerhand einen Besuch ab. Wirklich, er hatte ihre Kuscheldecke und benutzte sie als Taschentuch – bis die Hexe damit davongeflogen ist. Diese benutzte die Decke als Umhang, doch jemand hat sie gestohlen. „Der Dieb haust hinter diesem Strauch!“, kann die Hexe Bella als Tipp zum Weitersuchen geben. Der große, gefährliche und wütende Dieb schläft, als Bella ihn findet. Sie erspäht ihre Kuscheldecke und will sie ihm entreißen, doch so einfach ist das nicht! Plötzlich bekommt sie Mitleid und nun beginnt erneut eine abenteuerlich-witzige Suche, die schlussendlich in friedlichem Schlaf mündet.
Die in Prosaform verfasste Handlung des Bilderbuches ist einfach, witzig und doch unvorhersehbar. Eine kleine Prinzessin, die in einem viel zu großen Schloss wohnt, besitzt alles und doch nicht das, was sie braucht. Zur Prinzessin reihen sich märchenhafte Wesen wie Riesen, Hexen und ein Drache. Ihre fantastischen Erlebnisse sind für die Rezipient*innen dennoch völlig plausibel. Die jungen Leser*innen werden entführt in eine fremde Welt, in der sich doch viele von ihnen durch die Parallelität zum eigenen Leben, nämlich durch die fehlende „Einschlafhilfe“, vertraut anfühlt. Die Hilfsbereitschaft und Empathie all der fantastischen Wesen, lässt sie – anders als sonst im Märchen für sie typisch – sehr gutmütig wirken. Der Text ist verständlich geschrieben und die Reime, welche teils Paarreime, teils Kreuzreime sowie teils umschließende Reime sind, lassen sich zumeist flüssig vorlesen. Die Schriftart des Textes ist verspielt, wobei viele einzelne Worte vergrößert oder dicker abgedruckt worden sind, um sie besonders hervorzuheben. Die Illustrationen sind im grafischen Stil gezeichnet. Die Personen wirken durch die sparsamen, dicken Linien comichaft sowie abstrakt. Dicke schwarze Konturen prägen die in matten Farben gehaltenen Illustrationen, welche die Betrachter*in viele Details entdecken lassen. Insgesamt handelt es sich bei diesem Bilderbuch um ein sehr stimmig konzipiertes Werk, welches tiefgründigere Gesprächsimpulse zu setzen vermag, als auf den ersten Blick vermuten lässt. Es ist somit sehr empfehlenswert.
[tm 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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