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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Friedman, Samantha,     
Titel:
Was Degas sah
ISBN:
978-3-257-02165-3  
Übersetzer:
Hertzsch, Kati
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Pieropan, Cristina
Seitenanzahl:
36
Verlag:
Diogenes, Zürich
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
20,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Wie sah Paris Ende des 18. Jahrhunderts aus? Was hat Degas, der Künstler Edgar Degas, gesehen? Wie hat er es abgebildet? Antworten liefert das Buch auf spannende Weise.
[tm 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
6 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Ja
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Bildende Kunst / Arbeitswelt / Beruf / Fremde Kulturen / Lernen
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Er mochte es, Szenen vergangener Zeiten oder Kriege abzubilden und zu malen. Doch je lebhafter sein geliebtes Paris wurde, desto spannender war es für den experimentierfreudigen Künstler Edgar Degas das Leben vor seiner Tür abzubilden. Um Momente bildlich einzufangen, musste er sich neuer Techniken bedienen. Edgar Degas wurde bewusst, dass „modernes Leben“ „Leben in Bewegung“ bedeutet. So lernte er mit dieser Bewegung in der Kunst umzugehen, beobachtete die sich Bewegenden gut und malte sie. Passanten, Menschen bei der Arbeit, Besucher*innen eines Pferderennens und Ballerinas auf und hinter der Bühne. Seine Beobachtungsgabe nutzend, forderten ihn alltägliche Situationen des modernen Lebens auf, für immer festzuhalten, was er sah.
Dieses interessante Bilderbuch, welches einen direkten Zugang zur Kunst von Edgar Degas ebnet, enthält Abbildungen von Originalzeichnungen des Künstlers. Sie sind gelungen in die auktoriale Erzählung zu Degas Leben eingebettet worden. Diese ist gut verständlich geschrieben und lässt sich flüssig vorlesen. Impulsfragen, welche direkt an die Rezipient*in gerichtet werden, bringen die Handlung durch ihre Antwort voran, laden jedoch auch dazu ein, sich Gedanken zu machen und in Austausch darüber zu treten. Die kunstvollen Bilder, welche in matten Farbtönen gezeichnet worden sind, tragen die Geschichte. Sie sind im grafischen Stil gezeichnet, wobei filigrane, schwarze Linien Konturen geben. Auf ihnen finden sich viele Details, welche es zu entdecken gilt. Diese bilden stimmig die historische Einordnung der biografischen Erzählung des Malers ab. Faszinierend ist dabei, wie dargestellte Szenerien auch den Künstler, bspw. in der Oper, abbilden und die nachfolgende Seite seine Malerei, auf welcher er genau diesen dargestellten Moment festhielt, bereithält. Die Rezipient*innen schweben somit immer zwischen der fiktionalen Erzählung des Buches und real existierender Kunst. Das Bilderbuch stellt damit eine imposante Symbiose, welche nicht nur den Gestaltenunterricht bereichern kann, dar. Es ist sehr empfehlenswert.

Thekla Mayerhofer
[tm 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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