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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
de Sève, Randall,     
Titel:
Hannas Elefant
ISBN:
978-3-95728-258-3  
Übersetzer:
Müller-Wallraf, Gundula
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Zagarenski, Pamela
Seitenanzahl:
40
Verlag:
Knesebeck, München
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
13,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ganz sicher hat Hanna einen Elefanten. Dann braucht sie keine Freundin. Oder doch?
[tm 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / fantastisch / märchenhaft / Freundschaft / Gefühle / Kindheit / Ungleichheit
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Hanna ist umgezogen. Eine große Kiste wurde auch in ihr Haus getragen. In dieserbefindet sich Hannas Elefant, da ist sich ihre Nachbarin sicher. Die Beweise dafür, dass Hanna einen Elefanten hat und keine neue Freundin braucht, verdichten sich, als sie ihren Elefanten füttert, ihn badet, mit ihm Verstecken spielt und letztlich ein Geheimversteck baut. Das tut sie doch, oder? Da sie Elefanten mag, kommt die Nachbarin mutig gucken, ob sie vielleicht auch mit Hanna und ihrem Elefanten spielen und sich Geschichten ausdenken darf – zumal sie Elefanten sehr mag. Ziemlich verwundet stellt sie fest, dass Hanna gar keinen Elefanten, dafür aber bald etwas anderes, sehr wertvolles hat.
Dieses fantasievolle Bilderbuch lebt von seinen fantastischen Bildern, welche besonders durch ihre Farbgebungen Stimmungen hervorragend transportieren, sowie von seinen Leerstellen, welche zum Fabulieren einladen.
Bei der Geschichte handelt es sich um eine Ich-Erzählung aus Perspektive der Nachbarin, neben welcher das neue Mädchen, Hanna, einzieht. Sie vermutet ein buntes, fröhliches, bewegtes Leben, welches Hanna mit ihrem Elefanten, über dessen Lebensweise sie eine Menge zu wissen scheint und übermittelt, führt. Dabei schwingt in ihrer Erzählung ein Fünkchen Wehmut mit, dass nicht sie selbst Teil von Hannas aufregendem Leben sein kann. Der Text lässt sich sehr flüssig vorlesen und wiederkehrende Erzählmuster generieren eine Erwartungshaltung bei der Rezipient*in. Spannend ist jedoch, dass diese mehr sieht, als die Nachbarin in ihrer Fantasie kreieren und im Text übermitteln kann. So erhält die Rezipient*in Einblicke in den tristen, einsamen Alltag von Hanna, welcher durch textlose Doppelseiten beschrieben wird. Besonders die Illustrationen machen dieses Bilderbuch reich. Sie sind spannend sowie im grafischen Stil gezeichnet, wobei auf ihnen nichts unmöglich ist oder unrealistisch erscheint. Ein domestizierter Elefant ist so das Normalste auf der Welt. Ihre Farbgebung repräsentiert die Stimmungen des Geschehens auf besondere Weise, wobei Emotionen deutlich getragen werden. Viele Details gilt es zwischen den surrealistischen Bildern zu entdecken, durch die Gesprächsimpulse geliefert werden, welche wiederum ins Land der Fantasie zu entführen vermögen. Ein großartiges, fantastisches Bilderbuch, welches sehr zu empfehlen ist!
Thekla Mayerhofer
[tm 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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