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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Egger, Günter,     
Titel:
Der die das Bücher
ISBN:
978-3-99028-779-8  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Egger, Günter
Seitenanzahl:
68
Verlag:
Bibliothek der Provinz, Weitra
Gattung:
Fachliteratur
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
20,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ein Kunstbuch über Bücher zeigt faszinierende Zeichnungen von alten Büchern, die viel über die papierne Kultur der Schrift berichten können.
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
16 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Bildende Kunst / Geschichte / Buchkultur
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
In einer ausführlichen Einleitung berichtet der österreichische Künstler Günter Egger vom Zustandekommen des vorliegenden Buches. Der kleine Hof des Großvaters ist der Ausgangspunkt, erbaut vom in Amerika verdienten Geld, und dann vom alleinstehenden Onkel bewohnt – so lernt Egger ihn als Kind kennen. Als das Haus dann später abgerissen werden muss, bleiben die Bücher übrig, die Egger nachhaltig faszinieren. Er beginnt sie zu zeichnen und erhält nun immer neue Objekte, die eben diese Faszination stützen und weitertreiben. Das vorliegende Kunstbilderbuch zeigt nun diese Bücherbilder. Auf weitem Weißraum ist immer ein Buch auf der rechten Seite der Doppelseiten zu sehen, das auf einem Papier liegend fast fotorealistisch abgebildet ist. Technisch beschreibt Egger seine Arbeiten als Mischtechniken: Blei- und Buntstifte, Tintenblei, Aquarellfarben, Ölkreide, Deckweiß. (siehe Vorwort). Das Ergebnis sind Bilder, die die Bücher fast greifbar aus dem Untergrundpapier heraustreten lassen. Die Details und die Spezifik der alten, zum Teil sehr zerstörten und zerfallenen Bücher, die Details, die Egger in den Blick rückt, richten den Fokus auf das Besondere der papierenen Buchkultur. Im Zeitalter der Digitalisierung werfen sie die Frage nach der Spezifik des Buchartigen und der analogen Ästhetik neu auf. Ohne begleitende Worte vermag das Buch dann auch zu faszinieren und Einblicke zu geben, die aufgrund ihrer virtuellen Haptik beeindrucken. Es richtet sich als Bilderbuch sicherlich eher an erwachsene Lesende und Betrachtende, ist diesen aber nachhaltig zu empfehlen.

Michael Ritter
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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