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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Damm, Antje,     
Titel:
Der Wolf und die Fliege
ISBN:
978-3-89565-367-4  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Damm, Antje
Seitenanzahl:
22
Verlag:
Moritz, Frankfurt
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
8,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Der Wolf frisst alle Dinge aus dem Regal – aber am Ende landet doch wieder alles an seinem Platz.
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
0 - 5 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Tiere / Spiel / Spielbilderbuch
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Der Wolf hat ein „Hüngerchen“, also frisst er den... Zu sehen ist auf der linken Seite der Wolf, der nicht sehr furchterregend aussieht, eher comicartig vereinfacht, typisiert und leicht anthropomorph. Auf digital-monochromem Hintergrund ohne Szenendetails steht er frei im Raum und der Hunger ist ihm ins Gesicht geschrieben. Die Diminutivform, von Hunger nimmt der ganzen Szene zusätzlich die Dramatik und verortet sie im Bereich des Spielerischen. So ist auf der rechten Seite ein Regal mit drei Fächern zu sehen in dem sich acht Gegenstände befinden: eine Ente, ein Apfel, ein Fisch, ein Kaktus, ein Auto, eine Fliege, ein Vogel und eine Katze. Auf jeder neuen Seite hat der Wolf wieder Hunger und er wählt ein neues Opfer aus. Doch was gefressen wird, bleibt jeweils ungesagt – der Satz endet unvollständig mit dem bestimmten Artikel. Das grenzt – kennt man die Genusmarkierungen der Objekte – die Auswahl ein und kann zu Hypothesen führen, wer als nächstes gefressen wird. Auf der nächsten Seite kann dann überprüft werden, welcher Gegenstand fehlt. Bei genauem Betrachten entdeckt man auch, dass die Regalobjekte offensichtlich schon ein wenig von ihrem Unglück ahnen und ihre Mimik leicht verändern. So kann genaues Beobachten, Sprachförderung (Genusformen der Substantive) und Lesespaß ineinandergreifen.
Antje Damm legt wieder einmal ein gelungenes Pappbilderbuch vor, das Spaß macht und zur gemeinsamen Lektüre mit sehr jungen Lesenden einlädt. Gerade die humorvolle Verarbeitung der doch elementar gravierenden Thematik kommt leichtfüßig und unkompliziert daher. Damit macht das Buch keineswegs Angst – sondern vor allen Dingen erzeugt es Freude bei der heiteren Fressorgie des Wolfes und ihrem abrupten Ende. Sehr zu empfehlen!

Michael Ritter
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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