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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Gravett, Emily,     
Titel:
Das komische Ei
ISBN:
978-3-7373-6028-9  
Übersetzer:
Gutzschhahn, Uwe-Michael
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Gravett, Emily
Seitenanzahl:
26
Verlag:
Fischer Sauerländer , Frankfurt/Main
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
9,99 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Alle Vögel haben ein Ei gelegt – da will Erpel auch eins. Das er schließlich findet. Doch was wird daraus schlüpfen?
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / Freundschaft / Tiere
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Endlich hat Erpel auch ein Ei. Auch wenn er es nur gefunden hat, er ist glücklich damit und brütet es aus. Alle anderen Vögel finden es ja ein bisschen komisch, weil es so groß und so eigentümlich gepunktet ist, aber das stört Erpel nicht. Lange muss er warten, alle anderen Küken sind schon geschlüpft. Doch schließlich ist es so weit und auch sein „Küken“ schlüpft – auch wenn dann eine ziemliche Überraschung wartet, die aber Erpel und sein „Kleines“ nicht aus dem Konzept bringen kann. So sind beide am Ende sehr glücklich miteinander und der Beweis ist erbracht, dass nicht immer alles so sein muss, wie es schon immer war.
Wunderbar leichtfüßig und humorvoll erarbeitet Emily Gravett in ihrem kleinen Pappbilderbuch ein hochsensibles Thema. Alle Vögel haben Eier und bereiten sich auf die Elternschaft vor. Gekonnt flicht die Illustratorin ganz unterschiedliche Umgangsweisen mit dem Thema ein. Während sich die einen liebevoll um die Eier kümmern und sie umhegen, liest die Eule die ganze Zeit über einen Elternratgeber und ihr Kind erfüllt alle Erwartungen dann auch gleich und prompt. Erpel ist da anders, und das lassen ihn die anderen auch spüren, wo es nur geht. Das wird auch in den Bildern inszeniert. Nicht nur die Größe von Erpels Ei ist auffällig, sein Handlungsraum ist auch weitgehend die rechte Seite, während die anderen Vögel den linken Bildraum bevölkern. Beim Schlüpfen der Eier versammeln sich alle links gegenüber den Eiern und das Nacheinander des Schlüpfens ist über abgeschnittene Kurzseiten fast in einen szenisch-filmische Sequenz überführt. Die zarten Farben hingegen erzeugen ein naturalistisches Bild der Figuren, die den Witz und die versteckten Anspielungen noch einmal pointieren. So zeigt die Künstlerin hier wieder einmal ihre ganz Rafinesse und amüsiert mit einem klug gemachten und ausgezeichnet umgesetzten Bilderbuch. Sehr zu empfehlen!

Michael Ritter
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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