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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Gläser, Mechthild,     
Titel:
Bernsteinstaub
ISBN:
978-3-7855-8860-4  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Seitenanzahl:
464
Verlag:
Loewe, Bindlach
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
19,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Die sechzehnjährige Ophelia kommt ständig und überall zu spät und dabei ist sie keine typische Träumerin, sie trödelt auch nicht. Irgendwie scheint es, als würde die Zeit an unterschiedlichen Orten unterschiedlich schnell vergehen. Ophelia wird bald herausfinden, was es damit auf sich hat.
[IR 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
14 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / fantastisch / märchenhaft / Familie
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Seit Neustem sieht scheinbar nur Ophelia überall diesen seltsamen Staub. Ihre Mutter schickt sie daraufhin zu Verwandten nach Paris. Dass diese Verwandten aber sogenannte Zeitlose sind, die die Ströme der Zeit sehen und verändern können, weiß die Mutter nicht. So beginnt für Ophelia eine spannende Reise in eine Parallelwelt, in der sie lernt, die Zeitströme der Erde zu beeinflussen. Im Bernsteinpalast, dem Ort der Zeitlosen, erfährt sie, dass der Herr der Zeit einen Nachfolger mit Hilfe eines spektakulären Auswahlverfahrens sucht. Ophelia wird unfreiwillig eine Teilnehmerin dieses Kampfes. Neben der ahnungslosen Ophelia, die eigentlich nur herausfinden will, wieso ihr Vater vor vielen Jahren auf so rätselhafte Weise starb, kämpfen auch ihre ehrgeizige Schwester, der mysteriöse Leander und der skrupellose Darius um diesen Job. Ophelia forscht hartnäckig in den Archiven der Zeitlosen und kommt der Wahrheit um den Tod des Vaters immer näher. Doch dabei decken Leander und Ophelia Machenschaften des herrschenden Präsidenten Pan auf, die nicht nur die Zeitlosen, sondern alle Menschen in Gefahr bringen. Die beiden müssen sich entscheiden: Soll die Scheinwelt der Zeitlosen bestehen bleiben oder wollen sie die Welt für alle Menschen retten?
Die Leser*innen erleben die Geschichte zu einem großen Teil aus Ophelias Sicht und lernen die Welt der Zeitlosen von Grund auf mit der Ich-Erzählerin kennen. Die Protagonistin ist eine sympathische, neugierige und gerechte Jugendliche. Es fällt den Leser*innen leicht, sich in das Mädchen hineinzuversetzen. Ein geringer Teil der Geschichte wird aus Leanders Sicht mit einem personalen Erzähler beschrieben. Er ist ein einzelgängerischer und rebellischer, jedoch auch faszinierender Jugendlicher. Eine romantische Beziehung der beiden Hauptcharaktere bahnt sich von Beginn an an.
Der Beginn des Buches ist etwas ausschweifend und langwierig. Dadurch dauert es etwas länger, sich ganz auf das Buch einzulassen. Nach ungefähr fünfzig Seiten wird es jedoch zu einem Pageturner, auch wenn manche Stellen noch spannender ausgestaltet sein könnten. Intertextuelle und geschichtliche Bezüge lockern die Geschichte auf. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Zeit erfolgt auf eine einzigartige und fantastische Weise, die jedoch nicht unmöglich erscheint. Mechthild Gläser schreibt sehr anschaulich und mitreißend.
Das Ende ist romantisch, herzzerreißend und spannend. Es lässt die Leser*innen ohne offene Fragen zurück.
[IR 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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