AJUM Logo
Datenbank
Besprechungen von Kinder-,
Jugendliteratur & Medien




Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
Datenbank

AJuM Datenbank
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

8152 aktuelle Rezensionen, weitere 69797 Rezensionen im Archiv
Suchtext:
Schlagwörter:
Titel:
Autor
Vorname:
Autor
Nachname:
Illustrator:
Bewertung:
 Einsatzmögl.:
Medienart:
Alter:
Gattung:
 Archiv anzeigen:
Wolgastpreis:
 
Wie suche ich richtig? Wie darf ich die Rezension verwenden? DRUCKANSICHT



Autor:
Schössow, Peter,     
Titel:
Popinga geht baden
ISBN:
978-3-446-25877-8  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Schössow, Peter
Seitenanzahl:
14
Verlag:
Hanser, München
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
10,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Popinga ist am Strand und verlebt einen Badetag mit allem Drum und Dran. Was kann es Schöneres geben?
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Komik / Humor / Spiel
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Popinga ist ein großer, ansonsten vom Alter her undefinierbarer Zeitgenosse, der mit langem Mantel und übergroßem Zylinder eine etwas seltsame Erscheinung darstellt, an der sich seine Mitmenschen aber nicht zu reiben scheinen. Diesmal ist Popinga am Strand und verlebt einen Badetag. Dazu gehören jede Menge Utensilien, Badekleidung, ein Sonnenbad, ein Badevergnügen mit Tauchausflug, eine Sandburg etc. Doppelseite um Doppelseite wird das gesamte Programm eines Strandausflugs abgearbeitet und so rundet sich der Tag wunderbar ab.
Die Handlung wird denkbar einfach, keinesfalls aber trivial erzählt. Es ist mehr ein innerer Monolog, der erzähltechnisch etwas unspezifisch bleibt, der die Handlung sprachlich vermittelt. Die Sätze sind elliptisch verkürzt und eher Listen, Aufzählungen, die die fast schon kulturell standardisierten Elemente eines Strandtages aufzählen. Dem gegenüber zeigen die Bilder die Strandszene wie auf einer Bühne in immer gleicherer mittlerer Distanz aus einer mittleren Betrachterperspektive. Die Bilder sind – typisch für Peter Schössow – digitale Grafiken, die viel mit monochromen Flächen und weichen Farbverläufen arbeiten und auf blauer Grundierung mit kontrastiven Farben arbeiten. Popingas eigentümliche Erscheinung überzeichnet dabei die alltäglichen Aktivitäten zu einer humorvollen Szene, zum Beispiel, wenn er im Knöcheltiefen Wasser tauchen möchte, was gerade aufgrund seiner mächtigen Erscheinung absolut absurd wirkt. Nebenbei tauchen immer wieder zwei Kinder auf den Bildern auf, mit denen Popinga zwar nicht offenkundig spielt, zu denen er jedoch eine lose Beziehung aufzubauen scheint – wie die Verabschiedung am End verrät. So ist es wie bei einem echten Badeausflug – viel bleibt vage, aber das Vergnügen echt.
Viele Details kann man in dem Buch entdecken und die einfache Lektüre wird damit zu einem komplexen Unterfangen – und auch für Erwachsene zu einem herrlichen Vergnügen. Das vorliegende Buch macht Spaß und regt an. Es ist nachdrücklich zu empfehlen.

Michael Ritter
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.