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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Fan, Eric; Fan, Terry,     
Titel:
Wo die See auf den Himmel trifft
ISBN:
978-3-946593-90-4  
Übersetzer:
Stuart, Nicola T.
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Fan, Eric; Fan, Terry
Seitenanzahl:
48
Verlag:
Jacoby & Stuart, Berlin
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Das Bilderbuch erzählt von einer fantastischen Reise, auf die der Junge Finn in Gedenken an seinen Großvater geht.
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / fantastisch / märchenhaft / Familie
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Finns Großvater wäre heute neunzig Jahre alt geworden – doch sein Stuhl ist leer und er ist nur noch eine Erinnerung. In Gedenken an seinen Großvater und an die Reise, die er und der alte Fischer noch zusammen machen wollten, baut Finn ein Boot und – weil das eine anstrengende Sache ist – er schläft unter Deck ein. Als er aufwacht, ist er unterwegs auf dem großen Ozean und er beginnt seine Suche nach dem sagenumwobenen Ort, von dem sein Großvater ihm immer wieder erzählt hat: den Ort, wo Himmel und Meer aufeinander treffen. Einsam ist es auf dem Ozean, doch er trifft einen großen gelben Fisch, der seinem Großvater verblüffend ähnlich aussieht und der ihm auf seiner Reise Gesellschaft leistet. So ziehen die beiden los und erkunden wunderbare Orte, bis sie tatsächlich an einen Ort geraten, an dem das Meer aufhört und der Himmel beginnt – die Reise aber keineswegs zuende ist, sondern eher zu einem Abschied von seinem Großvater wird.
Das großformatige Bilderbuch erzählt diese fantastische Geschichte vor allen Dingen mit der Kraft der Bilder. Die naturalistischen und detailgenauer Zeichnungen füllen mitunter randlos ganze Doppelseiten. An anderer Stelle fokussieren sie auf Finn und lassen die Bildränder in einen Weißgrund auslaufen, der keinen Platz für die Details der Szene lässt. Sie zeigen Finn und seine Umwelt in einem präzisen und farbintensiven Duktus, der gleichzeitig anhand seiner Motive schnell ins Surrealistische und Fantastische abgleitet. Da wirken die naturgetreuen – wenn auch mitunter überzeichneten – Darstellungen betont faszinierend und eindrücklich wird die Geschichte vermittelt. Die kurzen Begleittexte haben dann nur eine vage ordnende und leitende Funktion, die von einer Erzählerstimme dominiert wird.
Das vorliegende Bilderbuch schafft eine sensible Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Abschied – und lässt gleichzeitig dem kindlichen Denken und Erleben viel Raum. Sehr zu empfehlen!

Michael Ritter
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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