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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Skinner, Nicola,     
Titel:
Agatha Merkwürdens Racheblumen
ISBN:
978-3-7488-0003-3  
Übersetzer:
Lecker, Ann
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Prechtel, Florentine
Seitenanzahl:
336
Verlag:
dragonfly, Hamburg
Gattung:
Fantastik
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
13,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Melissa lebt in einer Stadt, in der es wenig Natur, aber viel Beton gibt. Die Kinder der Kleinlich-Schule kennen es nicht anders. Sie sind bestrebt alle Regeln zu befolgen und ja recht folgsam zu sein. Als sie einen Briefumschlag mit seltsamen Samen findet beginnt ganz langsam ein Umdenken. Auf Melissas Kopf erblühen plötzlich bunte Blumen. Nur kurze Zeit ist sie eine Sensation, denn diese „Krankheit“ befällt nach und nach ganz viele Menschen. Auf diese Weise lernen alle Respekt vor der Natur.
[KL 22 Sachsen]
       
Lesealter:
10 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Natur / Familie / Schule / Fantasie
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Der Zugang zu diesem Buch könnte über das einladende, farbenprächtige Bild eines Mädchens und vieler Blumen erfolgen oder über den Titel. Diesen muss man zwingend mehrmals lesen. Das freundlich blickende Mädchen passt nicht gleich zum Wort „Rache“. In den ersten Zeilen des Textes wird der Leser offiziell vor den Gefahren zwischen den Seiten gewarnt. Natürlich wird damit das Interesse erst recht geweckt. Melissa trägt einen ungewöhnlichen Namen und wohnt mit ihrer Mutter in einem besonderen Haus. Die beiden verstehen sich gut und Melissa ist bemüht, alles richtig zu machen. In ihrer Schule dreht sich alles um die Einhaltung von Regeln. Sie besucht die sechste Klasse, hat eine feste Freundin, Nia, und auch Mitschüler, die sie nicht so mag. Am ersten Schultag erhalten alle Schüler einen Brief. Gesucht wird der Kleinlich-Star der Schule. Zur Erläuterung muss erklärt werden, dass dieses Kind einfach in allem perfekt sein sollte. Gewinnen soll es nicht nur einen Anstecker „Ich bin das folgsamste Kind dieser Schule.“, sondern auch einen siebentägigen Familienurlaub in Portugal. Diesen will Melissa vor allem für ihre Mutter gewinnen. Die seltsamen Ereignisse beginnen, als der Brief in den Garten geweht wird, sich unter einen Baum verklemmt, eine unheimliche Stimme zu hören ist und ein Brief mit Samen, die sich selbst aussäen, in der Handlung auftauchen. Hintergrund ist die „Abschaffung“ der Natur in dieser Stadt. Alles wurde zubetoniert. Melissa und Nia lernen den alten Gärtner der Merkwürden- Gärtnerei und die Grundlagen der Arbeit mit Pflanzen und Erde kennen. Die daraus entstehende Handlung wird humorvoll und spannend erzählt. Negative menschliche Eigenschaften werden ebenso verdeutlicht wie der Weg zu Veränderungen. Die Idee mit den ganz unterschiedlichen Pflanzen auf den Köpfen der Menschen ist originell. Das Buch regt direkt zum Nachdenken über unseren Umgang mit der Natur an.
[KL 22 Sachsen]
  
       

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