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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Mahne, Nicole,     
Titel:
Mia und die aus der 19
ISBN:
978-3-96594-037-6  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Schüttler, Kai
Seitenanzahl:
162
Verlag:
Südpol, Grevenbroich
Gattung:
Erzählung
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
14,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Drittklässlerin Mia möchte Detektivin werden. Der erste Fall lässt nicht lange auf sich warten. Die kauzigen Senioren aus Haus 19 vermissen Kater “Pirat”. Felsenfest behauptet sein Besitzer, dass er gestohlen oder entführt wurde. Das will Mia aufklären, sofort legt sie los.
[pa 22 Sachsen]
       
Lesealter:
8 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Detektivgeschichte / Miteinander von Generationen / Toleranz / Freundschaft / Familie
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Es sind Ferien. Mia hat sich mit ihrer besten Freundin Jil zerstritten. Die interessiert sich nicht für Detektivarbeit, sie will Superstar werden. Als Mia auf Herrn Rippel, den Schwimmbrillenmann mit dem Suppenlöffel um den Hals trifft, wird sie auf Haus 19 in ihrer Straße aufmerksam. Man sagt, dort wohnen die "schrägen Vögel". Mia besucht sie. Sie trifft auf eine vierköpfige Senioren-WG, lernt den krummen Herrn Schlottmeier, den ewig beschäftigten Herrn Knick und die zigarrenrauchende Frau Schmock, die aussieht wie eine dicke Kröte mit Hut, kennen. Sie haben zwei Betreuer - Holger und Frau Webel.
Über Mias Angebot, ihnen bei der Suche nach Pirat behilflich zu sein, freuen sich die Bewohner und Holger sehr. Mia hat eine gute Spürnase, die ihr sagt, dass an der These von der Entführung des Katers etwas dran ist. Nach aufregenden und spannenden Ermittlungen gemeinsam mit den Senioren und schließlich auch mit Freundin Jil kann sie stolz sagen: “Erster Fall gelöst!”
Mit ihrem ersten Kinderbuch legt Nicole Mahne eine ebenso spannende wie auch vergnügliche Detektivgeschichte vor. Die herzerfrischend kindgerechte Sprache der Ich-Erzählerin, viel Spaß und Humor machen das Buch lebendig und unterhaltsam. Alle Charaktere werden mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Mias warmherzige, mitreißende Art, ihre Gewitztheit, ihre unvoreingenommene Sicht auf Familie, Freundschaft, auf das Miteinander von Generationen sowie das Anderssein machen sie schnell zum Sympathieträger. Unbefangen kommuniziert sie mit den Senioren, nimmt jeden so wie er ist. "Macht mir nichts, dass du komisch bist, ... Ich bin nämlich to-le-rant." (S. 11) Jeder der skurrilen Alten hat neben liebenswerten Eigenschaften auch sonderbare Marotten. Vor allem Frau Schmocks mit trockenem Humor beigesteuerte Kommentare zum jeweiligen Geschehen wird den Leser*innen garantiert jede Menge Lacher entlocken.
Die mal einfachen kleinen, mal großen, detailreichen und witzigen Schwarz-Weiß-Illustrationen von Kai Schüttler sind gut mit dem Text abgestimmt und unterstreichen den Verlauf der Geschichte sowie die Situationskomik. Das Cover, das einige Akteure bei der Spurensuche zeigt, lässt Spaß und Spannung erwarten.
Mit seiner großen Schrift eignet sich das Buch zum Selberlesen. Die einzelnen Etappen der Ermittlung sind durch die Aufteilung in 14 Kapitel mit die Neugier weckenden Überschriften kurzweilig dargestellt.
Fazit: Eine spannende, lustige und vielschichtige Detektivgeschichte mit toll dargestellten Charakteren - kindgerecht, unterhaltsam und witzig erzählt. Für Mädchen und Jungen ab 8 Jahren sehr empfehlenswert!
[pa 22 Sachsen]
  
       

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