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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Beuse, Stefan,     
Titel:
Der Pinguin sucht das Glück
ISBN:
978-3-446-26426-7  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Greve, Sophie
Seitenanzahl:
64
Verlag:
Hanser, München
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
14,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Der kleine Pinguin möchte gern so sein wie die großen, erfolgreichen Pinguine. Er passt sich also an, arbeitet viel, reist viel und wird doch nicht glücklicher. Als er schließlich herausfindet, was Glück für ihn bedeutet, möchte er seine Gedanken mit allen anderen Pinguinen teilen.
[LuNe 22 Sachsen]
       
Lesealter:
8 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Ja
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Arbeitswelt / Beruf / Arbeitslosigkeit / Tiere / Ethik / Philosophie
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Das liebevoll gestaltete Bilderbuch „Der Pinguin sucht das Glück“ wurde von Stefan Beuse geschrieben und von Sophie Greve illustriert. Es erzählt die Geschichte eines kleinen Pinguins, der mit seinen Freunden glücklich auf seiner Insel lebt. Eines Tages trifft er einen großen Pinguin, der ihm erklärt, dass ErfahrungWissenKompetenz wichtiger sei, als glücklich zu sein. So beschließt der kleine Pinguin, fortan ErfahrungWissenKompetenz zu suchen, um wie alle großen Pinguine zu werden. Nachdem er diesem Weg eine Weile gefolgt ist, stellt der kleine Pinguin jedoch fest, dass dieses graue, nach Geld strebende, erfolgreiche und erwachsene Leben nichts für ihn ist. Er beschließt, aus diesem Leben auszusteigen und seine eigene Form des Glücks auf seiner Insel wiederzufinden. Damit auch andere ihr eigenes Glück abseits von ErfahrungWissenKompetenz finden können, verteilt der kleine Pinguin Anleitungen, wie das Glück zu finden sein kann, wenn man nur auf sein Herz hört.
Die Geschichte ist eine Allegorie auf das Leben der Menschen, die nach Geld, Macht, Erfolg usw. streben und in diesen Dingen ihr Glück suchen, es jedoch nie finden. Der kleine Pinguin soll uns Mut machen, es zu wagen, unseren eigenen Weg des Glücks zu finden. Auch wenn die Geschichte nicht besonders subtil erzählt wird, ist die Botschaft trotzdem nicht zu plakativ, so dass die Leser die Botschaft an ihr eigenes Leben anpassen können. So könnendie die Leser aus dieser Geschichte mitnehmen, dass es darauf ankommt, erst einmal zu wissen, was man wirklich will, damit man dann die Dinge machen kann, die einen glücklich machen. Diese sollte man dann machen, ohne Rücksicht darauf, was vielleicht andere Personen (oder Pinguine) darüber denken. Jeder kann etwas gut, das ist natürlich bei den Menschen und Pinguinen ganz unterschiedlich und dies ist auch völlig in Ordnung so.
Erzählt wird die Geschichte aus einer personalen Erzählperspektive des Pinguins. Wir erleben seine Gedanken und Gefühle direkt mit, wodurch die Wirkung dieser Allegorie verstärkt wird.
Die Gestaltung der Geschichte ist wunderbar. Die Aquarellmalereien Sophie Greves geben dem Buch eine ganz besondere Stimmung: Ist der Pinguin in der Arbeitswelt „gefangen“, sind die Zeichnungen grau, mit wenigen Farben und trüb. Geht es um das Glück des Pinguins, sind die Zeichnungen farbenfroh, bunt, grün, rot und gelb wie der Dschungel, fröhlich und einzigartig.
Das Buch ist für Kinder im Grundschulalter bestens geeignet (Altersempfehlung ab acht Jahren). Die Moral dieser Pinguingeschichte ist auch für Kinder gut verständlich und nachvollziehbar. Kinder könnten im Unterricht die Glücksliste des kleinen Pinguins weiterschreiben, im Kunstunterricht die Technik der Aquarellmalerei erlernen, darüber philosophieren, was für sie selbst Glück bedeutet usw.
Zusammenfassend kann für dieses Werk eine ausdrückliche Empfehlung für den Unterricht in der Grundschule ausgesprochen werden.
[LuNe 22 Sachsen]
  
       

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