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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Seltmann, Christian,     
Titel:
Die Spürnasenbande und der Fahrradklau
ISBN:
978-3-401-71523-0  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Renger, Nikolai
Seitenanzahl:
44
Verlag:
Arena Verlag, Würzburg
Gattung:
Erstlesebuch
Reihe:
Der Bücherbär - Mein Abc - Lesestart
Jahr:
2019
Preis:
7,99 €   Hardcover
       
Inhalt:
Molly und der Spürnasenhund Bruno suchen die Täter eines fingierten Fahrradklaus, den Oscar und seine Katze ausgelöst haben… Warum? Gestaltet wie ein Comic, wird in dem Kinderbuch für Erstleser eine witzige Detektivgeschichte mit vielen Überraschungen zum Mitraten erzählt. Die Handlung lässt sich nur über die Bild – Text- Kombination erschließen.
[Kra 22 Sachsen]
       
Lesealter:
6 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Bildergeschichte, Comic, Krimi
       
Anmerkungen:
mit Lesebändchen
       
Beurteilungstext:
Die bebilderten Kinderbücher aus der ARENA - BÜCHERBÄRREIHE „Allererstes Lesen“ – „Mein ABC – Lesestart“ werden in Abstimmung mit dem Westermann – Schulbuchverlag herausgegeben und berücksichtigen lesedidaktische Gesichtspunkte für die 1. und 2. Klasse.
Eine in das Buch eingelegte kleine Broschur, sowie die Vor– und Nachsatzpapiere richten sich besonders an Eltern und informieren diese über „Das Lesen lernen mit dem Bücherbär“. Dabei wird auf die in diesem Alter individuell noch sehr unterschiedlichen Lesefertigkeiten der Kinder besonders hingewiesen. Deshalb erleichtern „Bildgeschichten, kurze Textabschnitte und große Fibelschrift das Textverständnis.“
Mit der „Spürnasenbande“ entstand in enger Abstimmung zwischen Autor und Illustrator auf Grund der karikierenden Illustrationen auf den ersten Blick eine originelle, lustige Erzählung zum reinen Lesevergnügen. Genauer betrachtet handelt es sich aber um eine als Comic verbrämte, nicht nur für Kinder originelle Spurensuche wie in einer spannenden Krimikomödie, in der visuell und thematisch erst auf den zweiten Blick manches zu enträtseln ist.
Zur Einstimmung findet man auf der ersten Doppelseite zehn kleine karikierende Abbilder für schwierige Wörter im Text sowie das Konterfei und die Namen von Personen, die in der Geschichte mitspielen und die man sich vorab einprägen sollte. Neben den Kindern Molly und Oscar sind es vermenschlichte Tiere: der Fuchs Hugo, der Dachs Lino, der Igel Fritz und der Hund Bruno mit seiner Spürnase in der Rolle des Detektivs.
Der auf komische Wirkungen angelegte Inhalt der Geschichte erschließt sich über die Betrachtung von Doppelseiten. Der Text ist angereichert mit wörtlicher Rede, die in enger Verzahnung mit dem Bilderablauf oft die Form von Sprechblasen annehmen. Das Frage- und Antwortspiel der Figuren untereinander fördert das ausdrucksstarke Lesen der Kinder. Sie können dabei in verschiedene Rollen schlüpfen.
Manche Inhalte erschließen sich über die wortlose Aneinanderreihung von Bildkästen. Mehrere solcher eine Seite füllende Panels erzählen die Geschichte mit und weiter, lösen Assoziationen aus und fördern die Fantasie der Kinder. Z. B. wird auf diese Art verbildlicht, wie Bruno als Detektiv Verbrechen aufklärt und Spuren verfolgt, wie er die Katze einfängt oder was sich Molly einfallen lässt, um Oscar zu einem neuen Fahrrad zu verhelfen. Das ist blau und nicht rosa wie das von seiner Schwester! Auf dem Schlussbild kann man es in der Scheune entdecken. Dort wärmen sich, wie versprochen, aneinander gekuschelt die Katze, der Fuchs Hugo, der Dachs Lino und der Igel Fritz. Gleichzeitig führt der Text der Schlusspointe die Kinder in die Lebenswirklichkeit zurück:
< Molly und Oscar kommen nach Hause.
Mama sagt: „Bruno lass die Pfoten vom Tisch, klar!“
„Wau, wau!“, bellt Bruno.
Molly und Bruno lachen.>
Es ist ein humorvolles Erstlesebuch mit einer Bildergeschichte zum Genießen, dass zum wiederholten Lesen einlädt, denn manches lässt sich nicht bei der ersten Interpretation erfassen.
Deshalb sollte man die Kinder nicht vorschnell mit den interessanten Buchstaben – und Leserätseln konfrontieren, die sich im Anhang des Buches finden und zu deren Lösung die Bücherbärfigur einlädt. Man entdeckt diese als Vignette und als Zierde am Lesebändchen.
[Kra 22 Sachsen]
  
       

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