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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Bonitz, Asja,     
Titel:
Lilly, die Lesemaus
ISBN:
978-3-943833-27-0  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Brink, Mele
Seitenanzahl:
70
Verlag:
Edition Pastorenplatz, Aachen
Gattung:
Erstlesebuch
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
12,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Lilly möchte gern lesen können. Dann dürfte sie endlich auch ein Haustier haben, wie ihre große Schwester Nele. Auf die sind ihre Eltern richtig stolz, denn sie ist schon eine richtige Leseratte. Aber Lilly hat einen Plan.
[KaWa 22 Sachsen]
       
Lesealter:
6 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / Kindheit / Lernen / Lesen / Tiere /
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Lilly ist sauer. Ihre große Schwester Nele wird immerzu gelobt, weil sie Vieles besser kann, vor allem Lesen. Als Belohnung darf sie sich auch noch ein Tier in der Tierhandlung aussuchen. Lilly kann kein Tier bekommen, da sie noch nicht lesen kann. Deshalb kann sie sich auch nicht um ein Tier kümmern, sagen zumindest ihre Eltern. Dabei hat ihr das kleine niedliche Meerschweinchen so gut gefallen. Lilly schmiedet einen Plan. Sie lässt sich immer wieder den Anfang derselben Geschichte vorlesen bis sie ihn auswendig kann. Zuerst sind ihre Eltern beeindruckt und glauben ihr, dass sie lesen kann. Aber als sie im Buch eine andere Stelle vorlesen soll, merken sie, dass Lilly lügt. Ihre Eltern sind sauer. Aber ihre große Schwester Nele hält zu ihr und hilft Lilly beim Lesenlernen. Am Ende wartet auch auf Lilly ihr gewünschtes Haustier.
„Lilly, die Lesemaus“ erfüllt alle Kriterien eines guten Erstlesebuches: gute Schriftgröße und angenehmer Zeilenabstand. Allerdings ist es eher für fortgeschrittene Erstleser geeignet, da der Textumfang pro Seite doch schon recht hoch ist. Positiv ist ebenfalls, dass es am Zeilenende keine Worttrennungen gibt, was bei Erstlesern manchmal zu Schwierigkeiten führt. Die farbige Schrift bei wörtlicher Rede erleichtert das Verständnis der Geschichte. Jeder Sprecher hat eine andere Farbe. So ist beim Lesen sofort klar, dass jemand spricht und wer das ist.
Die Sprache ist kindgerecht und gut verständlich. Die Geschichte wird linear erzählt. Die Sätze sind relativ kurz, aber trotzdem kurzweilig.
Auf jeder Seite gibt es farbige Illustrationen, die den Text angenehm begleiten. Es sind hauptsächlich Lilly und ihre große Schwester Nele darauf zu sehen. Besonders gefallen hat mir, dass Lilly kurze Haare hat und eine blaue Latzhose trägt. Selbstverständlich spielt sie sowohl mit Barbies verschiedener Hautfarbe, als auch mit Legosteinen. Damit können sich sicher auch Jungen gut identifizieren.
Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen und ich kann das Buch weiterempfehlen. Allerdings habe ich einige kleine Kritikpunkte: Insgesamt wurde mir der Leselernprozess bei Lilly ein wenig zu einfach dargestellt. Außerdem ist gerade das Alphabetlied nicht wirklich zum Lesenlernen geeignet. Auch reagieren ihre Eltern für meinen Geschmack beim Ertappen der „Leseschwindelei“ recht unsensibel. Lilly hier als Lügnerin zu bezeichnen, fand ich übertrieben.
Fazit: "Lilly, die Lesemaus" ist ein empfehlenswertes Erstlesebuch für fortgeschrittene Erstleser. Das bewährte Lieblingsthema "Tiere" wird ansprechend mit dem Thema Lesenlernen verbunden. Ein gutes Buch für jede Klassenbibliothek.
[KaWa 22 Sachsen]
  
       

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