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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Reynolds, Jason,     
Titel:
Asphalthelden
ISBN:
978-3-423-64078-7  
Übersetzer:
Hansen-Schmidt, Anja
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
190
Verlag:
dtv, München
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
12,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
„Geschichten vom Schulweg“, das hört sich nicht nach großem Abenteuer an. In zehn Geschichten wird erzählt, was Kinder in dieser erwachsenenfreien Zone so erleben. Und zwischen Tragödien und Komödien kann hier alles vorkommen.
[RPAK 20 Rheinland-Pfalz]
       
Lesealter:
10 - 15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Schule / Schüler / Kindheit
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Jason Reynolds wird als einer der ganz großen in der aktuellen amerikanischen KJL-Szene gehandelt, bei uns erhielt er den Luchs des Jahres für Ghost (2018). Für Asphalthelden wurde er für den National Book Award nominiert. Der Episodenroman erzählt zehn Geschichten von ca. Zehnjährigen über die Zeit zwischen Schulklingel und dem Zuhause: Bryson küsst seinen Kumpel Ty auf die Wange, um die schwulenfeindlichen Kumpel zu provozieren. Natürlich muss er dafür auf dem Schulweg verdroschen werden. Cynthia muss schnell nach der Schule zum Spielplatz, denn dort sollen alle ihren Witzen zuhören, die sie von ihrem dementen Großvater erzählt bekommen hat. Aber es kommt niemand. Die Superkurzhaargang klaut jedes Kleingeld und vermehrt es durch gerissene Investitionen, um es schließlich in ein Eis für eine krebskranke Mutter umzusetzen. Canton muss mit einem künstlichen Hund seine Ängste überwinden, dass seine Mutter als Verkehrshelferin den Bedrohungen durch einen Unfall ausgesetzt ist. Satchmo muss an dem neuen Hund seines Nachbarn vorbei. Pia bewegt sich nur auf ihrem Skateboard, in Erinnerung an ihre große Schwester, die mit einem solchen Skateboard ums Leben kam. Alles kleine oder auch große Alltagsdramen, die die Probleme heutiger Stadtkinder wunderbar auf den Punkt bringen. Dabei sind die meisten Geschichten lose miteinander verwoben, so dass man aus den Folgegeschichten weitere Aufklärung über die Nebenfiguren erhält und sie in einem neuen Licht erlebt. Reynolds gelingt es, jede Figur als Individuum zu würdigen und sie ernstzunehmen. Andererseits spitzt er den Humor seiner Erzählungen aber auch zu, so dass Slapstickszenen und ein Lächeln über die kindlichen Überlegensstrategien vor zu viel Ernst schützen.
[RPAK 20 Rheinland-Pfalz]
  
       

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