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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Belanger, Michael,     
Titel:
254 Tage mit Jane Doe
ISBN:
978-3-551-58409-0  
Übersetzer:
von der Weppen, Annette
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
352
Verlag:
Carlsen, Hamburg
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
17,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ray und sein Freund Simon sind Außenseiter und ihnen ist langweilig in ihrer amerikanischen Kleinstadt. Doch da taucht Jane auf, aus der Großstadt, eigenwillig und selbstbewusst und sie lässt sich auf die beiden ein. Dass Ray dann wirklich „ihr Freund“ wird und Simon ein anderes Mädchen findet, sieht erst einmal nach einem Happy-End aus. Aber da ist noch Janes Depression, die sich mehr und mehr zwischen die Freunde schiebt.
[RPAK 20 Rheinland-Pfalz]
       
Lesealter:
14 - 17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Außenseiter / Krankheit / Sterben / Tod
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
„Fans von John Green werden es lieben!“ so die Werbung. Und in der Tat hat der Debütroman des amerikanischen Autors Michael Belanger viel von seinem großen Vorbild, vor allem von „Eine wie Alaska“. Auch hier steht ein starkes Mädchen einem zurückhaltenden Jungen gegenüber. Auch hier endet das Ganze mit einem selbstgewählten Tod des Mädchens. Auch hier wird zurückgezählt vom Tag X, um die Vorgeschichte zu erzählen. Ähnlich wie Green gelingt es Belanger auch komische Elemente in die Suizidgeschichte einfließen zu lassen. Der Hobby-Historiker Ray und sein Kumpel Simon, beide in der Hitliste der Schule ganz unten, bekommen plötzlich die Ehre, mit dem neuen Mädchen Jane Doe befreundet zu sein, was ihr Ansehen in der Schule sprunghaft steigert. Ray wird dann sogar zu Janes Freund und die glücklichste Zeit seines Lebens beginnt, in der er ihr alles über die Geschichte des kleinen Kaffs Burgerville erzählt. Sie dagegen verschweigt ihm so einiges über ihre Vergangenheit und nur durch Zufall erfährt er, dass sie einen Selbstmordversuch hinter sich hat, weil ihre Freundin bei einem Unfall gestorben war und sie sich für schuldig hielt. Nach und nach merkt er, dass sie depressiv ist und sich vor ihm verschließt. Die schleichenden Depressionen, gegen die weder Jane noch ihre Umwelt etwas tun können, verweisen denn auch immer mehr auf das Ende des Romans. Immer wieder eingeschoben werden Kapitel, in denen Ray von seiner Zeit nach Janes Selbstmord erzählt, vor allem von den hilflosen Versuchen, seines Therapeuten Rich, ihn mit positiven Sprüchen oder Aufgaben zum Leben zurückzuholen. All dies wird recht schnoddrig erzählt. Der Roman ist demnach nichts Neues auf dem amerikanischen Jugendbuchsektor, aber eine ergreifend unpathetische Auseinandersetzung mit den Themen Depression und Selbstmord.
[RPAK 20 Rheinland-Pfalz]
  
       

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