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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Baron, Adam,     
Titel:
Freischwimmen. Wer die Wahrheit sucht, muss tief tauchen
ISBN:
978-3-446-26607-0  
Übersetzer:
Kollmann. Brigitte
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
224
Verlag:
Hanser, München
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Cym kann nicht schwimmen, dabei ist er schon in der Grundschule. Als der bei einem ersten Versuch beinahe ertrinkt, löst das eine Familienkatastrophe aus. Seine Mutter geht in die Psychiatrie, er muss zu seiner Tante und nach und nach entdeckt er Familiengeheimnisse, die man vor ihm verschwiegen hat.
[RPAK 20 Rheinland-Pfalz]
       
Lesealter:
10 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / Sterben / Tod
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
„Freischwimmen“ ist ein lustiges Kinderbuch und es ist ein tragisches Kinderbuch gleichzeitig. Adam Baron gelingt es, beides zusammenzubringen. Cymbeline Iglu – ja, so heißt er wirklich – ist neun Jahre alt und seine Mutter hat es bislang geschafft, dass er noch nie schwimmen gehen wollte/konnte/musste. Jetzt aber behauptet er, dass er das gut kann und geht erbärmlich unter. Dass er dabei auch noch die Badehose verliert, ist natürlich erbärmlich, aber es ist doch nicht verständlich, dass deshalb die Mutter völlig durchdreht, er seinen besten Freund verliert und sein bester Feind nun zu seinem besten Freund wird, er sich fast ein bisschen verliebt, er einen Vater findet, der doch eigentlich schon tot sein soll, seine Tante seinen Onkel verlässt und dieser seinen Job,… Vieles kommt also zusammen, nicht immer ganz verständlich für die Leser, aber in einem schmissigen Tempo geschrieben, aus der Perspektive eines sympathischen Jungen, der mit den verschiedenen Katastrophen seines Lebens recht souverän umgehen kann. Er spricht im ganzen Roman seine LeserInnen an und teilt mit ihnen seine Gedanken, Gefühle und sein Unverständnis gegenüber einer Welt von Erwachsenen, die sich das Leben schwerer machen als es eigentlich sein müsste. Immer wieder macht er sich auch ein kleines bisschen lustig über ihre politisch korrekte Ausdrucksweise und ihre vergeblichen Versuche, den Kindern einen Schritt voraus zu sein. Adam Baron, der am Kingston College in London Creative Writing lehrt, legt nach sechs Romanen für Erwachsene hier seinen ersten Roman für Kinder vor und findet auf Anhieb den richtigen Ton zwischen wirklich „schlimmen“ Erfahrungen und leichtem Ton. Die Illustrationen des bekannten Illustrators Benji Davies („Der Grottling“, Serie zu „Nick“) sind meines Erachtens etwas zu düster, schön gestaltet ist dagegen die Typographie, bei der manchmal besondere Wörter oder Sätze besonders fett und groß erscheinen.
[RPAK 20 Rheinland-Pfalz]
  
       

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