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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Buller, Laura,     
Titel:
Burgen - Berühmte Festungen und prachtvolle Schlösser
ISBN:
978-3-8310-4208-1  
Übersetzer:
Ostlaender, Annette
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Ball, Robert
Seitenanzahl:
112
Verlag:
Dorling Kindersley, München
Gattung:
Sachbuch
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
16,95 €   Hardcover
       
Inhalt:
Burgen, Festungen, Schlösser - seit über einem Jahrtausend von den Herrschenden erbaut, um ihre Macht zu sichern und Feinde sowie das eigene Volk zu beeindrucken. Besonders viele gab es in Europa, aber auch in Afrika, Indien und Japan. In Kriegszeiten boten sie der Bevölkerung Schutz, wurden sie zerstört oder waren beschädigt, wurden sie oft wieder aufgebaut. Nicht zu vergessen die vielen Handwerker, die sie auch in Friedenszeiten für ihren Erhalt benötigten. Heute oftmals unbewohnt, sind sie doch das Ziel vieler nicht nur geschichtlich interessierter Besucher.
[OAL 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
10 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
für Arbeitsbücherei
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Geschichte / Bildung
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Das großformatige Buch bietet auf seinen ganzfarbigen Doppelseiten viele interessante Informationen zu ausgesuchten Burgen und Festungen, die im Laufe des letzten Jahrtausends vor allem in Europa, aber auch Afrika und Japan erbaut wurden. Waren es zunächst eher auf einem Hügel = einer Motte errichtete Festungen, die durch eine Palisade geschützt wurden, kamen im Lauf der Zeit Mauern und Wassergräben zur Befestigung hinzu. Interessant, welche Fluchtmöglichkeiten es für die Gefangenen, aber auch, wenn es brenzlig wurde, für die Bewohner gab. Belagert wurden die mächtigen Burgen der Kreuzritter von den Sultanen des Vorderen Orients, wie auch die Kreuzritter ihrerseits Carcassone, die Burg der Katharer, angriffen. Immerzu wurden neue Waffen und Geschütze, auch Folterwerkzeuge, entwickelt. Adlige teilten den Bauern der Umgebung Ländereien als Lehen zu, die dafür einen Großteil der Ernte abtreten mussten.
In der mittelalterlichen Gesellschaft bot sowohl der Burgenbau wie auch das spätere Leben in der Burg Handwerkern viele Abeitsmöglichkeiten. Die Ausbildung zum Ritter wird beschrieben wie auch die ritterlichen Turniere und die Unterhaltungsmöglichkeiten mit Musikinstrumenten. Faszinierend, welche Übereinstimmungen zwischen den Samurai in Japan und Rittern festzustellen sind. Sehr schön sind nicht nur die großformatigen Ansichten der Bauten, auch einzelnen Szenen der jeweiligen (Burgen-)Geschichte werden dargestellt. Ein absolutes Negativbeispiel gibt es auch: Elmina Castle an der Küste Ghanas gelegen, zu dessen Bau das benötigte Material von Europa aus geliefert wurde, und das in der Folgezeit zum Zentrum des Sklavenhandels wurde.
[OAL 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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