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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Burfeind, Anke,     
Titel:
Baku und der weiße Elefant
ISBN:
978-3-7641-5213-0  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
von Sperber, Annabelle
Seitenanzahl:
211
Verlag:
Annette Betz bei Ueberreuter, Berlin
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
14,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Der zehnjährige Baku lebt mit seiner Familie am Rande der Existenz in einem indischen Dorf. Das, was die Familie noch an wenigem Geld hat, reicht kaum zum Leben, Deshalb fasst der Vater einen folgenschweren Entschluss.
[151 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
10 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / Angst / Fremde Kulturen / Freundschaft / Junge / Kindheit
       
Anmerkungen:
Familie, Schule, Bibliothek, Stadtbibliothek
       
Beurteilungstext:
Anke Burfeind , die nicht nur Bankkauffrau war, sondern Ausbildungen in Gesang, Schauspiel und Songwriting machte, studierte in Witten-Herdecke Diplomökonomie. Sie arbeitete für verschiedene soziale Unternehmen. Anke Burfeind lebt mit Ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Hamburg. Aufgerüttelt durch eine Dokumentation über Kindersklaverei beschloss sie 2010 dagegen etwas zu unternehmen. Am 20.11.20 gründete Anke Burfeind die Non-Profit-Organisation CiF „Childhood in Freedom“, deren Geschäftsführerin sie ist.
Annabell von Sperber, geboren 1973 und aufgewachsen in München, studierte Illustration mit dem Schwerpunkt „Buchkunst“ an der HAW Hamburg. Seit 2000 arbeitet sie als freie Illustratorin. Inzwischen hat sie nicht nur einhundert Bücher illustriert, sondern sie arbeitet auch als Dozentin an der AID (Akademie für Illustration und Design) in Berlin sowie als Lehrbeauftragte der „Diploma“ im Masterstudiengang. Ihr Leben und Arbeiten findet hautsächlich in Berlin und Freiburg statt.
Der zehnjährige Baku lebt zusammen mit seiner Mutter Sarala, dem Vater Kasi und der jüngeren Schwester Suri in einem indischen Dorf. Die Familie ist arm, und die Mutter weiß nicht, wie sie sie ernähren kann, denn der Vater hatte wegen eines Arbeitsunfalls seinen Job verloren und kann nichts zum Lebensunterhalt beitragen. In der Hoffnung zu gewinnen, verspielt er nicht nur das wenige Geld, das die Familie noch hat, sondern vertrinkt es auch. Um wieder an Geld zu kommen, verkauft er seinen Sohn Baku zum Entsetzen seiner Frau an einen Kinderhändler. Von nun an muss Baku fern von seiner Familie im Keller einer Fabrik zusammen mit anderen Kindern Stunde um Stunde Perlen und Glitzersteine auf Tiermasken kleben. Doch seine ungeschickten Hände sind für diese Arbeit nicht geeignet. Baku darf daher Molle, mit dem er sich angefreundet hat, zum Einkaufen auf den Markt begleiten, um die schweren Taschen zu tragen. So lernt Baku den Markthändler Poppi kennen. Diese Begegnung beeinflusst sein Leben entscheidend. Einfühlsam und behutsam, aber dennoch auch für Kinder nachzuvollziehen, führt Anke Burfeind die jungen Leser/innen in die immer noch existierende Realität der Kinderarbeit ein. Annabelle von Sperbers unaufdringliche Illustrationen, gehalten in Farbabstufungen von Dunkel- bis Hellgrau, ermöglichen den Kindern eine bildhafte Vorstellung vom erzählten Geschehen. Welch ein Glück, dass diese beeindruckende Geschichte zu einem guten Ende führt.
[151 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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