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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Zeise, Lena,     
Titel:
Balto & Togo
ISBN:
978-3-8369-6070-0  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Zeise, Lena
Seitenanzahl:
39
Verlag:
Gerstenberg, Hildesheim
Gattung:
Sachbilderbuch
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
22,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Eisiger Winter, klirrende Kälte und unendliche, schneebedeckte Weiten. Alaska im Jahr 1925. In einer kleinen, von der Außenwelt abgeschnittenen Siedlung bricht Diphtherie aus. Wenn nicht schnell Medikamente kommen, werden viele Kinder sterben müssen. Die Hundeschlitten sind die einzige Hoffnung. Ein Rennen gegen Zeit und Kälte beginnt.
[Karo 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
8 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / Geschichte / Krankheit / Tiere / Spannung / Fremde Kulturen
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Balto und Togo sind zwei Hunde, sogenannte Malamuten. Es sind Schlittenhunde, die besonders groß und kräftig und widerstandsfähig sind. Sie lieben den Winter mit Schnee und Eis und frostigen Temperaturen, denn erst dann laufen sie zu wahrer Höchstform auf. Die Ureinwohner Alaskas hielten sich diese Hunde schon immer als Jagdgehilfen und Lasttiere, sie waren auch die ersten, die diese Hunde als Zugtiere vor Schlitten spannten. Schnell erkannten auch die westlichen Einwanderer den Wert der Hundeschlitten und sie wurden zu jener Zeit, den frühen 1900er Jahren, zu einem unentbehrlichen Transportmittel.
Im Winter 1925 brach in dem kleinen Ort Nome im Osten Alaskas unter den Kindern dieser Siedlung Diphtherie aus. Da es im Winter weder Schiffs- noch Flugverkehr in die entlegenen Regionen gab, musste eine andere Möglichkeit gefunden werden, die lebensrettenden Medikamente aus dem weit entfernten Anchorage sicher nach Nome zu transportieren. Die einzige Möglichkeit waren die Hundeschlitten. Den aufreibenden Wettlauf durch Schnee und Eis beschreibt Lena Zeise in ihrem auf einer wahren Begebenheit beruhenden Sachbilderbuch "Balto & Togo". Lena Zeise hat, basierend auf einigen wenigen Fotos der Hunde und des Ortes Nome sowie späteren Berichten von Zeitzeugen, die damaligen Ereignisse in eigenen Bildern festgehalten. So ist ein Sachbilderbuch entstanden, das einem Reisejournal gleicht. Die Illustrationen sind in Aquarell und Bleistift gefertigt, kleine Illustrationen, die bestimmte Details zeigen, sind in einem „dokumentarischen“ Stil in schwarzweißen Bleistiftzeichnungen gehalten.
Der Text ist streng chronologisch geordnet und erzählt zunächst über die Entstehung des Ortes Nome bis hin zu dem Winter 1925 und dem Ausbruch der Krankheit. Jeweils mit Datum und Ort wird die gesamte Strecke des Rennens beschrieben, begleitet von zahlreichen kleinen Illustrationen, die kleine Details abbilden, wie aber auch ein- und doppelseitigen Illustrationen, die besonders wichtige oder spannende Momente zeigen. Immer wieder gibt es kleine Randbemerkungen, die Begriffe oder Zusammenhänge kurz erläutern. Die genaue Dokumentation der Ereignisse ist so spannend, dass man beim Lesen mit den Hunden und ihren Führern mitfiebert. Man sieht den hinreißenden Illustrationen an, wieviel Freude die Illustratorin Zeise bei der Gestaltung der Hunde in den unterschiedlichsten Stimmungs- sowie Lebenslagen hatte.
Insgesamt ist der Autorin ein überzeugendes und sehr ansprechendes Buch über eine wahre und kaum bekannte Begebenheit im fernen Alaska gelungen. Das Buch eignet sich zur intensiven Betrachtung und zum Vorlesen sowie Selberlesen für Kinder ab 8 Jahren in besonderem Maße.
[Karo 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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