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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Herget, Gundi,     
Titel:
Die diebische Adventsfee
ISBN:
978-3-943833-46-1  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Dageför, Katrin
Seitenanzahl:
34
Verlag:
Edition Pastorplatz, Aachen
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
14,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Endlich Advent! Doch da stimmt was nicht. Jeden Morgen ist das Tütchen vom Adventskalender bis auf ein paar Krümel leer gefuttert. Ob etwa Mäuse im Haus sind? Da hilft nur eins: Sich auf die Lauer legen und den Adventskalender bewachen. Wer wohl dahinter steckt?
[Karo 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
4 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / fantastisch / märchenhaft / Advent
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
In dieser amüsanten Adventsgeschichte von Gundi Herget findet ein kleines Mädchen heraus, wer jede Nacht seinen Adventskalender plündert. Dieses Mädchen liebt die Adventszeit besonders wegen der leckeren Süßigkeiten, die es jeden Morgen in seinem Adventskalender findet. Doch dieses Jahr sind die Tüten bis auf ein paar Krümel immer leer. Vater, Mutter und Tochter versuchen so einiges um hinter den Dieb zu kommen. Aber erst als das Mädchen selbst in der Nacht zum 6.Dezember ihren Kalender bewacht, gelingt es ihr den Übeltäter zu fangen. Es ist eine kleine Fee, die zu gerne Süßigkeiten isst. Als die Familie noch grübelt, was sie mit der Fee anfangen soll, kommt der Nikolaus vorbei. Mit ihm gemeinsam finden sie eine gute Lösung.
Das fröhliche Bilderbuch erzählt in ansprechenden Texten eine Geschichte, die nah an der Lebensrealität von Kindern handelt. Kinder lieben Weihnachten und die Adventszeit, und so ist es klar, dass ein leergefutterter Adventskalender ziemlich schlimm ist. Die Protagonisten der Geschichte sind alle wunderbar ehrlich und sehr vertraut dargestellt. Die Mutter, die gerne heimlich bergeweise Schokolade isst, der Vater, der öfter mal was vergisst, und die Tochter, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Die entwaffnende Ehrlichkeit des Textes ist erfrischend. Besonders als das Mädchen die Fee fängt und sich nicht von ihrer Niedlichkeit betören lässt, sondern gleich erkennt, dass diese selbstsüchtig handelt und es sie auch spüren lässt. Im gleichen Maße wie das Mädchen das Verhalten der Fee mißbilligt, hat sie aber auch Empathie für diese. Und mit Hilfe des Nikolaus, den selbst die Mutter noch ein wenig fürchtet, findet sich eine gute Lösung.
Das Buch besticht durch seine realistische Darstellung der Familie. Nichts ist geschönt, die Eltern haben ihre kleinen Macken und auch die Fee ist nicht rosarot und superzart. Das Mädchen sagt, was es denkt und handelt entsprechend. Selbst die kleine Fee darf stellenweise rülpsen und sich ganz unelfenhaft verhalten. Die klaren und sehr einfachen Illustrationen von Katrin Dageför passen wunderbar zu dieser Art des Erzählens. Text und Bild ergänzen sich und ergeben ein stimmiges Ganzes. Eine schöne Geschichte für die Adventszeit, die sich zum Vorlesen und Betrachten für Kinder ab 3 Jahren bestens eignet.
[Karo 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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