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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Aigelspreger, Lisa,     
Titel:
Baumstammkrokodil
ISBN:
978-3-7011-8191-9  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Cozzolino, Beatrice
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Leykam Buchverlag, Wien
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
14,50 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ein fremdes Land und die fehlenden richtigen, lebende Krokodile so sieht Lamia ihre neue Heimat.
[176 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
6 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
für Arbeitsbücherei
Wolgast Preis:
Ja
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Angst / Tiere / Fremde Kulturen
       
Anmerkungen:
Das Buch lässt sich für Kinder ab dem Grundschulalter einsetzen.
       
Beurteilungstext:
Schlägt man die erste Seite im Buch auf, so sieht man einen Mann mit einem Kind. Man erfährt, dass der Mann "Fynn" heißt. Der Name des Mädchen ist derzeit noch unbekannt. Es wird gesagt, dass sich das Mädchen hier fremd fühlen würde und Fynn würde nun auf sie aufpassen und das den ganzen Sommer lang. Das Mädchen verrät den Mann ein Geheimnis - nämlich was ihr Lieblingstier ist und das sie schon mit zwei Jahren schwimmen konnte.
Eines Tages sitzen beide mit den Füßen im Wasser und Fynn meint zu dem Mädchen, dass dort im Wasser sich ein Krokodil befinden würde. Dieses verneinte das Mädchen und sagte zu Fynn, er solle sie doch bitte Kroko nennen, wobei ihr eigentlicher Namen Lamia sei.
An einem anderen Tag sitzen die Zwei wieder am Fluss. Fynn wirft einen großen Stock in das Wasser und sagt zu "Kroko" - "sieht das nicht aus wie ein Krokodil?" Doch Lamia kann sich immer noch kein Krokodil aus dem Stock vorstellen. Wieder an einem anderen Tag versucht Fynn mit Lamia in den Fluss mit den Füßen zu gehen, doch sie möchte dieses nicht. Der Mann versucht das Mädchen zu ermutigen, indem er sagt, dass in den Fluss keine gefährlichen Dinge seien, da sie doch bestimmt irgendwann wieder im Fluss schwimmen möchte. Das Mädchen verweigert sich zu diesem Zeitpunkt noch immer.
An einem anderen Tag spazierten die Zwei durch die Stadt. Lamia entdeckt in der Stadt verkleidete Kinder und sagt, dass sie auch ein Affe seien, möchte, auch wenn es den hier nicht wirklich geben würde. Ihre Begründung liegt darin, dass sie nicht schwimmen müsse, sondern nur klettern könnte. Ab diesen Moment spielt sie mit den anderen Kindern.
Einige Zeit später sind die Zwei wieder am Fluss und Lamia erkennt einige Krokodile im Wasser. Dieses Ereignis wiederholt sich immer wieder mal.
In einem anderen Land angekommen, sieht Lamia ein wirkliches Krokodil und springt in das Wasser hinein und beginnt zu schwimmen. Fynn springt hinterher und ist erschrocken, da es sich hierbei um ein lebendiges Tier gehandelt hat. Lamia erklärt Fynn, dass das hier nur ein Gavial sei und kein Baumstamm wie zu Hause. Ab diesen Moment kann sie wieder beruhigt zurück in ihr neues zuhause zu den Baumstammkrokodilen.
Im Anschluss werden die verschiedenen Krokodilarten vorgestellt. Mit dem Hauptaugenmerk auf die Länder, wo sie vorkommen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses ein Buch ist, welches mit ganzen vielen Emotionen und ganz viel Interpretationsspielraum offen ist, welches die Ursache für diese ungewöhnliche Situation seien könnte.
Offene Dinge sind beispielsweise:
* wo sind die Eltern von Lamia?
* ist sie ein Flüchtlingskind / wurde sie adoptiert?
* lebt sie in einem Kinderheim / oder wird sie in einer Tageseinrichtung betreut?
* in welchem konkreten Verhältnis steht sie zu Fynn?

Über solche Dinge kann man mit den Kindern gezielt sprechen, möglicherweise kommen sie auf weitere Ideen, die in dem Buch nicht konkret beantwortet wurden.
Da in vielen Einrichtungen Flüchtlingskinder bzw. Kinder mit Migrationshintergrund vorhanden sind, kann man den Kindern sehr gut verdeutlichen, wie sich die Kinder fühlen, wenn sie keine gewohnte Umgebung, Lebensgewohnheiten oder Freunde bzw. Beziehungen zu anderen Menschen haben.
Da die Krokodile für Lamia etwas Bekanntes stehen, könnten Kinder aus anderen Länder auch etwas haben, was für sie eine gewisse Sicherheit vermittelt.

Besonders hervorzuheben sind die Illustrationen, die verdeutlichen, dass Fynn ein erwachsener Mann und Lamia ein Mädchen mit einer dunklen Hautfarbe und schwarzen Haaren ist. Weiterhin könnten daraus Angebote über verschiedene Länder und Kulturen erfolgen sowie Angebote im sozialen und emotionalen Bereich.
[176 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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