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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Haslbauer, Carla,     
Titel:
Die Tode meiner Mutter
ISBN:
978-3-314-10561-6  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Haslbauer, Carla
Seitenanzahl:
44
Verlag:
Nord-Süd, Gossau
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Die Mutter der Ich-Erzählerin stirbt auf der Bühne wiederholt dramatische Tode. Zu Hause ist sie eine ganz normale Mutter – sieht man von ihrem lauten, Wände durchdringenden Singen und den Verkleidungen ab, in denen sie sich zur Arbeit aufmacht oder schon mal einkauft. Die Kinder wachsen in einer herzlichen, kreativen Atmosphäre auf. Sie lieben und bewundern die Mutter. Daher werden beim Tod der Mutter im Rahmen einer Opernpremiere auch schon mal Tränen vergossen.
[34 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
4 - 5 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / Theater / Oper /
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Carla Haslbauer kann erzählen und präsentiert hier eine großartige Story: Die Mama der kleinen Ich-Erzählerin stirbt wieder und wieder auf besondere Weise. Sie ist nämlich Opernsängerin. Im Haushalt der meistens ganz normalen Familie geht es kreativ und fröhlich zu. Die beiden kleinen Kinder malen und zeichnen voller Hingabe, mal auf Papier mal an die Wand. Die Tochter malt die Mutter je nach Stimmung lieb oder böse, leise, oder laut. Das Singen der Mutter schallt oft durchs ganze Haus. So kommt es vor, dass Nachbarn besorgt anfragen, ob alles in Ordnung sei. Nicht immer sind Mamas laute Koloraturen eine hilfreiche Einschlafhilfe für die Kleinen. Täglich verwandelt sich die geliebte Mutter in neue Figuren und wird gelegentlich sogar vom eigenen Nachwuchs nicht erkannt. Im Spiel ahmen die Kinder die Mutter voller Spielfreude nach. Zur Opernpremiere sitzen sie selbstverständlich mit Papa im Publikum. Stirbt die Mutter dort ihren dramatischen Bühnentod, kämpfen Vater und Tochter wider besseres Wissen mit den Tränen. Ein herzerfrischendes Bilderbuch aus Kinderperspektive. Schön sind auch die vielen kleinen Details, über die Haslbauer neben den größeren Bildaussagen die Geschichte erzählt. Ihre lebendigen, technisch nicht ganz perfekten Bilder sind mit Buntstiften gezeichnet; hiermit sind auch die Bildflächen koloriert. Die anfangs helle, leichte Farbgebung der Bilder weicht gegen Ende einer dramatischen Dunkelfärbung der Theater- und Bühnenszenen. Haslbauers Nähe zum Comic scheint in den teilweise skurrilen Bildern auf. Ihre einzelnen Charaktere weniger klischeehaft dargestellt wären eindrucksvoller. Haslbauer verarbeitet in ihrem ersten Bilderbuch eigene Kindheitserinnerungen. Tatsächlich war auch ihre Mutter Opernsängerin Die Widmung „Für meine Mutter, meine Muse“ zeigt einen herzlichen, liebevollen und bewundernden Blick auf diese Frau.
[34 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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