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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Davidsson, Cecilia,     
Titel:
Die Mumins und der unsichtbare Gast
ISBN:
978-3-8251-5225-3  
Übersetzer:
Kicherer, Brigitta
Originalsprache:
Schwedisch
Illustrator:
Widlung, Filippa
Seitenanzahl:
31
Verlag:
Urachhaus, Stuttgart
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
18,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ein Kinderklassiker neu erzählt! Die Mumins schaffen es mt viel Nachsicht und Geduld eine kleines verängstigtes Mädchen in ihre Familie aufzunehmen und ihr Zeit zu lassen, wieder Vertrauen aufzubauen.
[9 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
4 - 5 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / Angst / Gefühle
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Nach einer Erzählung von Tove Jansson wurde dieses Bilderbuch konzipiert und neu erzählt.
Die Muminfamilie lebt irgendwo in einem finnischen Tal, das auch auf den ersten Seiten abgebildet ist. In dieser Schwarz-Weiß-Umrisszeichnung, die aus dem Original von Tove Jansson übernommen wurde, zeigt sich, dass die Mumins in einer sehr idyllischen Waldgegend leben. Zudem lädt diese Zeichnung zum Ausmalen ein. Auf den folgenden Seiten gibt es dann eine kleine Vorstellung der Familienmitglieder in Bild und Text, so dass die Leserschaft schnell die typischen Charaktereigenschaften der lustigen Wesen kennenlernt.
Da gibt es die kleine Mü, die ihre geringe Körpergröße durch ihre oft frechen Kommentare und Fragen wettmacht. Im Gegensatz dazu steht das Snorkfräulein, das einen ausgeprägten Hang zu den schönen Dingen im Leben auszeichnet. Sie ist zwar auf allen Seiten im Bild zu sehen, tritt aber an keiner Stelle in Aktion. Sie gehört einfach dazu. Das lässt darauf schließen, dass es zu dieser Erzählung schon Vorgeschichten gab und bestimmt auch noch Folgegeschichten zu dieser skurrilen und zugleich sehr freundlichen Trollgemeinschaft zu erwarten sind.
Der unsichtbare Gast, der im Mittelpunkt dieser anrührenden Geschichte steht, heißt Nini. Dieses kleine Trollmädchen ist unsichtbar, da es von der Tante, bei der es vorher wohnte, nicht gut behandelt worden ist und dadurch zunehmend blasser wurde. Aktuell sieht und hört man nur das Glöckchen, das die Tante ihr um den Hals gebunden hat.So wird die Aufmerksamkeit der zuhörenden Kinder schon auf den ersten Seiten geweckt und die Fantasie beflügelt, wie dieses seltsame Mädchen wohl aussehen würde.
Die Muminfamilie nimmt das ängstliche unsichtbare Mädchen zu sich und jeder versucht auf seine Art und Weise mit ihr in Kontakt zu kommen. Dabei schneidet die kleine MÜ besonders schlecht ab, denn ihre frechen Sprüche führen keinesfalls dazu, dass Nini sich zeigt.
Am besten gelingt es der Muminmutter, die durch ihre besonnene und freundliche Art sehr viel Vertrauen bei der Kleinen auslösen kann.
So sieht man allmählich als Erstes ihre Pfoten, dann die Beinchen und später schreitet das kopflose Mädchen in dem neuen roten Kleid, dass die Mutter ihr genäht hat, durch die Gegend.
Als Nini am Ende zum ersten Mal sichtbar wird, endet diese Geschichte und hinterlässt eine Sehnsucht, mehr von diesen Fabelwesen zu hören oder zu lesen.
Ein wunderbares Vorlesebuch, das zum gemeinsamen Philosophieren einlädt und gerade schüchternen Kindern eine gute Identifikation bietet. Schnell entwickelt sich Mitgefühl mit diesem armen Mädchen und als Nini sich dann vehement für die Muminmutter einsetzt,löst sich die Spannung, sie wird sichtbar und überwindet aktiv ihre Ängstlichkeit. Mit dieser Kernaussage endet das Buch und lässt auf weitere Geschichten dieser lustigen Trollbande hoffen.
Die Illustration ist in sanften Farben gehalten, wobei die Mumins immer in schwarz-weiß gezeichnet sind. Nur wenige farbige Details zeichnen den einen oder die andere aus. Die Darstellungen des unsichtbaren Mädchens sind sehr fantasieanregend und bieten auf jeder Seite die Einladung, nach Spuren der kleinen Nini zu suchen. Mal sind es nur die Pfoten oder ein Pfifferling, der von unsichtbaren Händen gehalten, in der Luft schwebt. Später sieht man dann ein rotes Kleid mit schwarzen Beinen und Anstelle des Kopfes schwebt eine rote Haarschleife.
[9 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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