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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Vereecken, Kathleen,     
Titel:
Alles wird gut, immer
ISBN:
978-3-8369-6061-8  
Übersetzer:
Blathik, Meike
Originalsprache:
Niederländisch
Illustrator:
Julie Völk
Seitenanzahl:
131
Verlag:
Gerstenberg, Hildesheim
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
14,00 €   Buch (Print,gebunden)
       
Inhalt:
„Hast du keine Angst?“,fragt Johanna.“Vor dem Krieg.“ Ich gab keine Antwort, streckte meinen Arm aus und hielt ihre Hand fest. Sie drückte sie leicht. Ich wäre am liebsten so liegen geblieben und stellte mir vor, dass alles so bliebe, wie es jetzt war. Sommer, Kirmes, der Geruch von Gras und Feldblumen in meiner Nase. Und wir zwei, die Hand in Hand die Farben des Himmels betrachteten. Als es in der Ferne endlich stiller wurde, hörte ich nur noch meine Mutter im Kopf, die sagte, dass alles gut werden würde. Immer.
[177 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
10 - 17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Flucht / Geschichte / Krieg / Schule / Schüler
       
Anmerkungen:
Ich kann mir dieses Taschenbuch gut als Lektüre für den Unterricht vorstellen.
Es ist trotz des schwierigen Themas grade, weil die Erzählperspektive eines Kindes genutzt wird leicht und angenehm zu lesen. Jedes der 23 Kapitel beginnt mit einer schön deko
       
Beurteilungstext:
.Das Buch handelt von einer belgischen Familie zur Zeit des ersten Weltkrieges.
Die Familie besteht aus Mutter Vater und fünf Kindern drei Mädchen und zwei Jungen (Oskar 17, Rose, Alice, Jules 11. Clara 5). die Geschichte wird aus der Perspektive der mittleren Tochter Alice erzählt. Alice genießt es mit ihrer besten Freundin Johanna die Kirmes ohne zu wissen das dieses eine der letzten unbeschwerten Erinnerungen ihrer Kindheit sein wird. Kurz darauf kommt der Krieg. Vorerst in Form eines Hilfesuchenden Flüchtlingsstromes und bald danach folgen die Deutschen.
Authentisch und glaubwürdig werden die Erfahrungen des Mädchens während der Flucht ins Landesinnere und den Kriegserfahrungen nach der ersten Rückkehr nach Hause beschrieben. Alice beginnt spätestens beim Tod ihrer Mutter an den Worten dieser, dass immer alles gut wird, zu zweifeln. Während der gesamten Erzählung ist auf bemerkenswerter Weise immer wieder das etwas Positives im Negativen zu erkennen, dass kleine Glück in Unglück. Dadurch bleibt Geschichte das ganze Buch über sehr rührend und fesselnd. Als sich Alice älterer Bruder verletzt, ihr Vater und ihre ältere Schwester schwer erkranken ist Alice plötzlich die älteste und trägt die Verantwortung für sich und ihre jüngeren Geschwister, auf der Flucht nach Frankreich. Alles Alice beste Freundin Johanna und kurz darauf Oscar und der Familienvater auch im französischen Kloster ankommen füllt sich das Leben schon fast wieder normal an. Währe deren Ankunft nicht mit der traurigen Nachricht verbunden, dass auch die ältere Schwester Rose verstorben ist.
Das gesamte Buch ist sehr gelungen abgerundet. Zu Beginn der Erzählung bekommt Alice das beste Geschenk der Welt, die Welt selbst, in Form eines Globusses, einer zu öffnenden Blechkugel. Diese nutzt Alice in Lauf der Geschichte als eine Art Zeit Kapsel. Als sie die vergrabenen schätze wieder hervorholt ist ihr das Kleid ihrer großen Schwester längst zu klein und für ihre Puppe ist sie zu groß aber der Blech Globus verbirgt wonach sie sich am meisten gesehnt hat ein Familienfoto vor dem Krieg.
[177 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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