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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Jadoul, Emile,     
Titel:
Bär singt
ISBN:
978-3-7117-4020-5  
Übersetzer:
Potyka, Alexander
Originalsprache:
Französisch
Illustrator:
Jadoul, Emile
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Picus, Wien
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
16,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Der Bär singt jeden Abend ein Lied für seine Freunde zum Einschlafen. Er macht dies, weil seine Freundin Amsel es nicht mehr kann. Sie ist krank, ganz dolle krank.
[MaGa 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
4 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Verlust / Krankheit / Tod / Freundschaft / Tiere
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Ein begeistertes „Ui“, gefolgt von einem staunendem „Oh“, stilles Lächeln, dann ein leicht entsetztes kurzes „Oh“, stilles Schauen und schließlich ein lächelndes „Hmmmm“.
Egal, wem ich das Buch zeigte, die Reaktionen waren stets die gleichen.
Diese herzanrührende Geschichte kommt so überraschend und überwältigend, dass man gar nichts sagen kann, man kann nur staunen, seufzen, fühlen.
Mitfühlen mit dem singenden Bären, der seine langjährige Freundin Amsel verliert, weil sie nach längerer Krankheit friedlich stirbt, er ist bei ihren letzten Atemzügen an ihrer Seite und gibt ihr auch an diesem Abend ein wunderbares Freundschaftsgefühl. – Ihre Lieder singt Bär über ihren Tod hinaus weiter mit all seinen und ihren Freunden zusammen – in Erinnerung an Amsel.
Die Buntstiftzeichnung des Bären strahlt eine enorme Ruhe aus und die Farben führen den Leser ganz behaglich durch die Geschichte, stets begleitet von kurzen Sätzen auf jeder Doppelseite - sehr groß gedruckt, integrieren sie sich ins inhaltlich begleitende Bild.

Ich glaube, ich werde es meiner Mutter empfehlen. Der Mann einer guten Freundin ist gerade verstorben und ich denke, dass dieses Buch, das wohl perfekteste Geschenk für solche Situationen ist, welches ich je gesehen habe.
Ja, ich lehne mich weit aus dem Fenster – aber ich muss sagen, ich halte „Der Bär singt“ von Jadoul nahezu so bewegend wie „Abschied von Rune“ (1986, Kaldhol) und würde es damit an die absoluten Bestseller und Klassiker der Trauerliteratur anreihen.

Dieses Buch ist einzigartig, es beschreibt den Tod, der manchmal so plötzlich kommt, auch wenn er sich durch die lange Krankheit schon lange angekündigt hat, als so bewegend, traurig und verbindend, dass man mit dem Bären zusammen weinen möchte, aber mit lächelndem Gesicht!
Dieses Buch beschreibt den Tod eines geliebten Freundes als ein nicht zu beschreibendes Gefühl.

Ps.: Besonders gefällt mir die kleine Decke des Bären, die auch die Innenseite des Buchcovers darstellt – solche kleinen Features zeigen mir immer, wie liebevoll bis ins Detail das Buch erdacht wurde. Vielleicht kann man das Buch, wenn man es einem Trauernden schenkt, in solch ein Tuch hüllen oder zumindest an die Trauerkarte noch solch einen Streifen machen, als verbindendes Element des Trauernden und dem Bären.
[MaGa 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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