AJUM Logo
Datenbank
Besprechungen von Kinder-,
Jugendliteratur & Medien




Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
Datenbank

AJuM Datenbank
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

7204 aktuelle Rezensionen, weitere 78287 Rezensionen im Archiv
Suchtext:
Schlagwörter:
Titel:
Autor
Vorname:
Autor
Nachname:
Illustrator:
Bewertung:
 Einsatzmögl.:
Medienart:
Alter:
Gattung:
 Archiv anzeigen:
Wolgastpreis:
 
Wie suche ich richtig? Wie darf ich die Rezension verwenden? DRUCKANSICHT



Autor:
Luhn, Uschi,     
Titel:
Die verbotenen Stiefel
ISBN:
978-3-8337-4190-6  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Seitenanzahl:
81
Verlag:
Goya Lit bei Jumbo, Hamburg
Gattung:
Fantastik
Reihe:
Lillys Magische Schuhe
Jahr:
2020
Preis:
11,00 €   Audio-CD / Hörbuch / Musik
       
Inhalt:
Sören wird in der Schule gemobbt und daheim von den Eltern sportlich gefordert. Gut, dass Lilly mit ihrem Onkel und der magischen Werkstatt in die alte Schule einzieht. Ein wundervolles mutmachendes, magisches Kinderbuch.
[171 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
8 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Mut / Selbstvertrauen / Freundschaft / Mobbing
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Lilly ist mit ungewöhnlichen Hausgenossen in das alte leerstehende Schulgebäude eingezogen. Derzeit lebt sie mit ihrem Onkel Clemens, der magische Schuhe fertigen kann, dem Drachen und Hauslehrer Monsieur Archibald und der Schildkröte Madame Wu zusammen. Als Lilly verbotener Weise einige Behälter für die Werkstatt öffnet, fliegen Glühwürmchen fort, was Sören mit Hund Ronja in die alte Schule lockt. Sören verbringt seine Zeit gerne mit den Hunden aus dem Tierheim, da seine Eltern einen eigenen Hund ablehnen. Viel lieber als mit dem Training für den Kindermarathon. Um als Asthmatiker besser atmen zu können, drängen Sörens Eltern auf seine Teilnahme. Dazu wird er auch noch in der Schule gemobbt. Insbesondere Anton und seine Gang machen ihm das Leben schwer. Niemand bemerkt es außer seiner Mitschülerin Marie. Lilly findet in der ehemaligen Schule ein altes Klassenbuch und erkennt bei der Lektüre gleich, wie unangenehm Sörens Situation ist. So steht schnell fest, dass Sören Freundschaft, Hilfe und magische Schuhe benötigt.
Die Hörbuch-Lesung von Katja Danowski ist fesselnd und mitreißend gesprochen. Man kann sehr schnell in die Geschichte eintauchen. Die unterschiedlichen Charaktere sind deutlich hörbar. Besonders der französische Akzent von Archibald zaubert kleinen und großen Zuhörer*innen ein Lächeln ins Gesicht. Während der Gesamtspielzeit von etwas über 80 Minuten mag man nicht abschalten.
Die Geschichte zeigt ihre Vielfältigkeit deutlich in der netten Wohngemeinschaft rund um Lilly. Nicht jeder ist das wonach er oder es aussieht. Man kann und darf auch anders sein. Unfaire Behandlungen bis hin zum Mobbing sind Thema in dieser Erzählung und zeigen, dass man Hilfe annehmen darf und manchmal auch annehmen muss, um dem ein Ende zu bereiten. Geht es in diesem Buch durch Magie und Zauberei auch manchmal recht einfach, so wird doch für die Wirklichkeit ein Lösungsweg aufgezeigt: sich öffnen, erzählen und reden, Probleme benennen, Hilfen zulassen, Freundschaften schließen.
Die verbotenen Stiefel sind bereits der zweite Band rund um Lillys magische Schuhe. Obwohl ich den ersten Band nicht kenne, konnte ich dem Geschehen sofort folgen. Die einzelnen Charaktere werden sehr liebevoll und fantasievoll beschrieben.
Das Cover der CD ist liebevoll gestaltet. Die Illustrationen werben für einen sofortigen Beginn des magischen Hörerlebnisses.
Kinder, die nur das Hörbuch kennen, kann man auffordern die jeweiligen Figuren zu zeichnen. Außerdem kann man überlegen, welches Kind auch gern magische Schuhe hätte. Welche Eigenschaften hätten diese Schuhe und was sind die Kinder bereit für diese Schuhe zu geben.
[171 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.