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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Jägerfeld, Jenny,     
Titel:
Comedy Queen
ISBN:
978-3-8251-5189-8  
Übersetzer:
Kicherer, Brigitta
Originalsprache:
Schwedisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
246
Verlag:
Urachhaus, Stuttgart
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
17,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Kurz vor ihrem 12. Geburtstag macht Sasha eine Liste. Um nicht zu werden wie ihre Mutter, muss sie sieben Dinge tun. Denn sie will Leute zum Lachen bringen, und ihre Mutter brachte Leute zum Weinen. Wenn ihr das gelingt, verschwindet das andere vielleicht - das, was hinter den Augen quillt und droht die Wangen herabzufließen. Und Sasha ist wirklich unglaublich witzig! Doch dann? Was passiert, als Sasha es wirklich schaft, alle zum Lachen zu bringen?
[163 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
12 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
psychische Erkrankung / Kraft / Humor / Trauer
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Liest man nur den Titel erwartet man ein humorvolles eventuell auch überdrehtes Jugendbuch. Liest man sich den Klappentext durch und die Informationen über die Autorin, sowie die Hinweise auf der letzten Seite des Buches, wird sehr schnell klar, dass dieses Jugendbuch ein sehr ernstes und oftmals unausgesprochenes Thema behandelt: den Selbstmord eines (geliebten) Menschen. Dies ist jedoch kein Grund das Buch wieder aus der Hand zu legen, denn die Autorin Jenny Jägerfeld leitet eine psychologische Praxis in Stockholm und schafft es vielleicht gerade aus diesem Grund eine gute Balance zwischen Schmerz und Trauer, aber auch Humor zu finden. Die Geschichte rund um Sasha, die einfach alles anders machen möchte als ihre Mutter, bewegt und hinterlässt Spuren. In der einen Sekunde kämpft man mit den Tränen, in der nächsten lacht man kurz auf. Trotz dieses ernsten Themas ist dieses Buch bereits für Jugendliche ab 12 empfehlenswert. Das liegt vor allem an dem leichten und angenehmen Schreibstil, sowie der Ich-Perspektive aus, der erzählt wird. Ein Buch, dass aber nicht nur für Jugendliche sehr empfehlenswert zu lesen ist, sondern auch mich als Erwachsene in seinen Bann gezogen hat. Über psychische Erkrankungen wird selten gesprochen und sind von „gesunden“ Menschen oftmals nicht nachvollziehbar und das Leid, dass sie in nahestehenden Personen auslösen schwer zu beschreiben. Sie lösen Hilflosigkeit, Wut, Unverständnis und Einsamkeit aus, die nicht wie ein gebrochenes Bein oder eine Schürfwunde offen zu sehen sind und mit medizinischen Hilfsmitteln behandelt werden können. Das Buch verleiht Mut, sich mit seinen Gefühlen und Ängsten auseinanderzusetzen und zeigt auf, wie wichtig es ist, darüber mit jemandem zu sprechen und seine Gefühle in Worte zu fassen.
[163 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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