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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Stark, Ulf,     
Titel:
Als ich die Pflaumen des Riesen klaute
ISBN:
978-3-8251-5222-2  
Übersetzer:
Kicherer, Brigitta
Originalsprache:
Schwedisch
Illustrator:
Kehn, Regina
Seitenanzahl:
92
Verlag:
Urachhaus, Stuttgart
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
16,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Um sich vor dem wütenden Riesen Oskarson zu gruseln, beobachten Bernt und Ulf ihn wieder und wieder. Als Ulf den Verrat eines Geheimissen von Bernt wieder gut machen will, begibt er sich in besonders große Gefahr und stiehlt Pflaumen aus dem Garten des Riesen. Er wird von Oskarson erwischt. Jetzt erweist sich der einsame Mann als hilfreicher Freund. Er baut Mutters zerstörte Hütte neu auf und bändigt den gemeinen Lasse, sodass Ulf und Bernt keine Angst mehr haben müssen.
[34 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
8 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Kindheit / Freundschaft / Angst / Vorurteil
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Für Ulf und Bernt ist Oskarson ein gefährlicher Riese. Mit welch schrecklich kraftvollen Bewegungen er sägt, hämmert oder im Garten arbeitet! Bernt weiß alles über Riesen. Lebhaft stellt er sich vor, dass Oskarson Hamster und kleine Kinder verzehrt. Immer wieder spionieren Ulf und Bernt dem Riesen nach, um sich zu gruseln. – Beide Kinder leben in gut situierten Familien. Ulfs Vater ist Zahnarzt, es gibt einen älteren Bruder, die Mutter regelt den anstrengenden Familienalltag. Das abendliche, fröhliche Klavierspiel ist ihr täglicher Ausgleich für ihre Mühen. Warum steht Oskarson abends vor dem Haus und lauscht der Musik? Angespannt beobachten die Jungen seine schreckliche Gestalt durchs Fernglas. Neben dem Klavierspiel sucht die Mutter an einem halben Tag pro Woche Entspannung. Diesen Tag verbringt sie allein in Ihrer „Einsamkeit“, einer baufälligen Hütte am See. – Außerdem gibt es noch Lasse. Ulf und Bernt fürchten den älteren Jungen, der sie verhöhnt, ärgert und auch schlägt. Als Lasse sich über Bernts Angstpinkeln lustig macht, ist Bernt tief verletzt und will von Ulf nichts mehr wissen. Tatsächlich hatte der Freund zuhause von Bernts Schwäche erzählt und der Bruder hat es weiter getragen. Nun bereut Ulf bitter, das Geheimnis nicht sorgsam genug gehütet zu haben und sucht einen Ausweg. – Wenig später zerstört ein Sturm Mutters „Einsamkeit“. Ihr begeistertes Klavierspiel weicht freudlosen Melodien. Die Trauer ergreift auch Oskarson, dem die fröhliche Musik fehlt. - Ulf versammelt all seinen Mut und bietet Bernt als Wiedergutmachung für seinen Verrat an, Pflaumen aus Oskarsons Garten für ihn zu stehlen. Bernt geht darauf ein. Ulf wird jedoch von Oskarson erwischt. Unerwartet gutmütig legt der Riese weitere Pflaumen dazu. Dafür soll Ulf die Mutter zu fröhlicherer Musik bewegen. Jetzt kommt Ulf eine wunderbare Idee. Schon bald repariert Oskarson heimlich Mutters Hütte. Mutter ist glücklich, die Musik wieder fröhlich und Oskarson nun ein Freund, der sogar Lasse dazu bringt, Ulf und Bernt nicht weiter zu ärgern. – Ein wunderbares Kinderbuch voller überraschender, witziger Ideen. Die Fantasie und Lebenslust der beiden Jungen sind überzeugend eingefangen, ebenso ihre berührenden Ängste und Nöte. Die Sprache des Autors ist klar. Sie trifft die Erlebniswelten und Sprechgewohnheiten der Zielgruppe in besonderer Weise. Kleine lebendige und originelle Illustrationen begleiten das Geschehen. Ein sehr empfehlenswertes Buch ab ca. 8 Jahren.
[34 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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