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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Steckelmann, Petra,     
Titel:
Die Waschanlage der Schutzengel
ISBN:
978-3-943833-35-5  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Brink, Mele
Seitenanzahl:
170
Verlag:
Edition Pastorplatz, Aachen
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
13,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ein Neuanfang, eine Tankstelle im Naturschutzgebiet, eine mysteriöse Waschanlage und ein großes Geheimnis. Petra Steckelmann schreibt auf 178 Seiten eine liebevolle und originelle Geschichte, die einlädt zum Abtauchen. Dabei wird sie von wunderschönen schwarz-weiß Illustrationen von Mele Brink begleitet. Wunderbar als Vorlese- aber auch Erstlesebuch geeignet.
[164 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
4 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Schutzengel / Geschwister / Abenteuer / Waschanlage / England
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Justin und seine Familie wohnen in der Stadt, inmitten von Asphalt und Beton. Eines Tages erhalten sie die Nachricht, dass der Großonkel Tony ihnen eine Tankstelle an der Küste in der Nähe der Sieben Schwestern hinterlässt. Die Familie ist sehr glücklich, denn der Vater ist arbeitslos und somit hält sie nichts in der Stadt. So packt die Familie ihre Sachen und zieht um. Dort angekommen stellt sich jedoch heraus, dass die geerbte Tankstelle im Naturschutzgebiet liegt, weshalb Kundschaft kaum zu erwarten ist. Dann hört Justin abends auch noch seltsame Geräusche aus der Waschanlage. Als er ihnen folgt kann er nicht glauben, was er sieht: sind das etwa Engel?

Petra Stachelmann hat sich mit ihrer Geschichte „die Waschanlage der Schutzengel“ etwas ganz Besonderes überlegt. Diese Besonderheit wird auf dem Cover des Buches allerdings nicht explizit hervorgehoben. Das Buch wirkt durch seine dunklen Farben in Kombination mit den Pastelltönen eher unauffällig im Bücherregal. Hierauf heben sich der matt-leuchtende Mond und der fliegende Engel gut, jedoch nicht sonderlich auffällig ab. Es ist vielmehr der Titel der die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich zieht und Möglichkeiten der ersten Interpretation bietet.
Erzählt wird die Geschichte von einem auktorialen Erzähler, wodurch dem Leser ein umfassender Einblick in die Gefühlswelt der Figuren gegeben wird. Zudem wird der Text durch viel wörtliche Rede bereichert. Die Dialoge ermöglichen es wunderbar sich in die beschriebenen Szenen hineinzuversetzen. Die Kombination von diesen beiden Erzählinstanzen, Erzählbericht und Dialogen, lassen das Buch damit einfach und jugendlich auf den Leser wirken. Unterstützt wird dies zudem vom einfach gewählten Wortschatz und kurzen, simplen Satzkonstruktionen. Durch die etwas größere Schrift und den etwas größeren Zeilenabstand eignet sich das Buch sehr gut als Erstlesebuch; wobei es durch seine Sprache auch zum Vorlesen für jüngere Kinder geeignet ist.
Ergänzt wird das Buch von detailreichen Illustrationen von Mele Brink. Ihre Illustrationen sind durchgängig dunkelgrün und sind mal auf einer Seite festgehalten oder erstrecken sich über eine Doppelseite. Dabei variieren sie auch an Größe. Die Figuren des Buches sind realitätsnah festgehalten. Mele Brink spielt bei ihnen sehr viel mit Mimik und Gestik, was den Figuren mehr Charisma verleiht. Text und Bild ergänzen sich sehr passend, wobei auf einigen Illustrationen noch etwas mehr zu entdecken ist, als der Text wiedergibt.
Insgesamt ist es ein sehr gelungenes Buch, dass zum Nachdenken anregt und bei dem man sich auf den nächsten Urlaub an der See freut… vielleicht nimmt man sich ja mal genug Zeit und sieht auch einen Engel?
[164 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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