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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Ebbertz, Martin,     
Titel:
Ein Esel ist ein Zebra ohne Streifen
ISBN:
978-3-941725-53-9  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Lechner, Maria
Seitenanzahl:
182
Verlag:
Razamba, Boppard
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
13,90 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Warum ist die Banane krumm, wie wurde aus dem Hörnchen das Eichhörnchen und warum macht ein Kamel so gerne Musik? All das erfahren wir in diesem Buch von Onkel Theo. Wenn ihm die Kinder nicht so recht glauben wollen, ist Onkel Theo immer ein bisschen beleidigt, doch zum Glück erfindet er eine verrückte Geschichte nach der anderen.
[163 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
4 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Kurzgeschichten / Lachen / Spaß
       
Anmerkungen:
Vorlesebuch, Kinderbuch, Grundschulbibliothek
       
Beurteilungstext:
Onkel Theo erzählt:
„So liebe Kinder“, sagte Onkel Theo. „Heute werdet ihr mal wieder was lernen“. Die Kinder setzten sich auf Onkel Theos grünes Sofa und spitzen die Ohren. „Also“, sagte Onkel Theo. „das… .“ Und er kratzte sich am Kopf.
So beginnt jede der 44 Kurzgeschichten und man freut sich bereits am Ende der Vorgeschichte erneut darauf. Die Sätze zu Beginn geben den einzelnen Geschichten eine Struktur, man beginnt sich wohlzufühlen und möchte am liebsten auch auf dem grünen Sofa Platz nehmen. Die Geschichten sind kurios und sehr unterhaltsam. Dennoch ertappt man sich beim Lesen immer wieder dabei, dem Gelesenen Glauben schenken zu wollen. Die Ideen sind absurd und dennoch werden sie mit einer stoischen Gelassenheit und Ernsthaftigkeit erzählt.
Liest man die Geschichten Kindern vor, so sind irritierte Blicke erstmal normal, gefolgt von einem vorsichtigen Lachen hin zu einem bewussten Auflachen. Die Kinder durchlaufen einen Prozess während sie die Geschichten hören oder lesen. Sie müssen mit dem Wissen, dass sie über die Welt haben überprüfen, ob die Geschichten des Onkel Theo war sein können, oder doch nur erfunden sind.
Doch so wie alle Geschichten auf dieselbe Art und Weise beginnen, so enden sie auch immer gleich:
„So ein Quatsch!“, rufen die Kinder. „Was?“, fragt Onkel Theo. „Quatsch nennt ihr das? Und euch soll ich noch mal was erzählen?“ Doch weil die Kinder sehr darum baten, sagte Onkel Theo: „Also gut. Vielleicht ein anderes Mal. Aber für heute ist Schluss.“
Dieser Rahmen kann besonders in Gelegenheiten genutzt werden, in denen das Buch vorgelesen wird, um in einen Austausch mit dem eigenen Kind oder den Schüler*innen zu gelangen. Und mit jeder neuen Geschichte bekommt man Lust auf mehr.
Die Bilder in den Geschichten unterstützen durch eine bildliche Visualisierung die Erzählungen, sind allerdings nur Beiwerk. Der Text ist schon Visualisierung genug. Die Erzählweise, aber auch die direkte Ansprache der Leser*innen beflügelt die Fantasie und man steckt gedanklich sofort in den Geschichten fest und beginnt Bilder zu formen.
Ein sehr lesenswertes Buch!
[163 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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