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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Göpfrich, Astrid,     
Titel:
Flora Botterblom - Die Wunderpeperoni
ISBN:
978-3-7348-4140-8  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Grigo, Pe
Seitenanzahl:
206
Verlag:
Magellan, Bamberg
Gattung:
Fantastik
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
13,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Flora ist eine totale Gartenniete - was durchaus problematisch in einer Gärtnereifamilie ist, die hart für ihr Geld arbeitet und wo alle mit anpacken müssen. Sie findet sowohl die Gartenarbeit als auch ihre Familie stinklangweilig und wäre lieber so abenteuerlustig wie ihre verstorbene Oma Olivia. Doch an ihrem 11. Geburtstag weiht ihr Großvater sie in ein großes Familiengeheimnis ein, das ihr Leben auf den Kopf stellt.
[62 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
8 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / fantastisch / märchenhaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Flora ist sehr stolz, dass ihr Großvater ausgerechnet sie und nicht einen ihrer Geschwister für das Familiengeheimnis auserwählt hat. Denn einst war die Familie Botterblom mit ganz anderen Pflanzen erfolgreich - den Wunderpflanzen, die Tiere zum sprechen bringen können, Menschen fliegen oder nur die Wahrheit sagen lassen oder andere Wunder vollbringen. Doch ihrer Großmutter wurden die Wundersamen gestohlen und Flora soll sie nun zurückerobern, um ihrer Familie zu helfen. Ein letzter Samen ist übrig geblieben und wird nun von Flora - der Gartenniete - eingepflanzt und ein wundersames Abenteuer beginnt.
Astrid Göpfrich hat mit "Die Wunderpeperoni" einen gelungenen und unterhaltsamen Reihenauftakt mit einer sympathischen Protagonistin geschaffen. Das fröhlich bunte Cover mit vielen verschiedenen Blumen, die teilweise erhaben sind, ist sehr ansprechend gestaltet und macht neugierig auf den Inhalt.
Die Gefühlswelt von Flora ist nachvollziehbar dargestellt - schließlich ist sie die Einzige in der Familie, die keinen grünen Daumen hat und fühlt sich dadurch ausgeschlossen, stellt aber auch fest, dass sie sich im Ernstfall auf ihre Familie verlassen kann. Die fantastischen Elemente wie das sprechende Gürteltier Gisbert, der das entscheidende Wissen über den Verbleib der Wundersamen hat, sich aber etwas bitten lässt, dieses auch preis zu geben, geben der Geschichte eine besondere Dynamik. Floras innerer Konflikt, dass ausgerechnet sie eine gesunde Pflanze aus dem letzten verbliebenen Samen heranziehen muss, ist glaubhaft dargestellt. Nebenbei wird gärtnerisches Wissen eingeflochten und am Ende findet sich ein kleines Gartenlexikon mit den wichtigsten Fachbegriffen. Der Spannungsbogen flacht leider zum Ende hin etwas ab, da das Ende der Geschichte sehr abrupt und recht gezwungen, in Teilen auch nicht logisch, daher kommt. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und es gibt auch keinen Cliffhanger für ein Folgebuch, welches bald erscheinen wird. Hier wäre ein kleiner Ausblick, ob die Wundergemüse der Familie Botterblom wirklich zu einem glücklicheren Leben verhilft, schön gewesen. Alles in allem ist der erste Band jedoch gute Unterhaltung für junge Leser*innen ab 9 Jahren, was sich auch zum Vorlesen eignet.
[62 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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