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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Keil, Melissa,     
Titel:
Zusammen sind wir unendlich
ISBN:
978-3-551-58391-8  
Übersetzer:
Hergane, Yvonne
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
320
Verlag:
Carlsen, Hamburg
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
16,99 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Sophia ist ein Mathegenie, in der Welt der Zahlen macht ihr niemand etwas vor. Außerhalb davon sieht es jedoch ganz anders aus: Mit Menschen kann sie nicht so gut, neue und ungewohnte Situationen machen ihr Angst. Joshua ist ein Geschichtsnerd und Hobby-Zauberer - und in Sophia verliebt. Seine Schüchternheit macht es ihm jedoch nicht gerade leichter sie anzusprechen - also muss er zu anderen Mitteln greifen, um auf sich aufmerksam zu machen...
[70 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
16 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Außenseiter / Liebe / Junge / Mann / Mädchen / Frau
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
In dem Buch wird eine ungewöhnliche, schöne und völlig ohne jeden Kitsch auskommende Liebesgeschichte zweier jugendlicher Außenseiter erzählt. Die Autorin versteht es dabei hervorragend, beide Figuren mit charakterlicher Tiefe und so sympathisch zu zeichnen, dass man als Leser*in einfach mithoffen muss, dass sie zueinander finden. Dabei werden auch die Eigenarten beider Figuren immer wieder verdeutlicht, allerdings ohne dies zu verniedlichen oder gar abzuwerten - beide sind halt einfach so, wie sie sind.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Sophia und Joshua erzählt, allerdings zum Großteil aus der von Sophia. Dies und das grundlegende Thema machen das Buch vermutlich eher für Mädchen als für Jungen interessant.
Aufgrund der Besonderheiten der beiden Hauptfiguren eignet sich das Buch sicher auch zur Lektüre im Unterricht oder in Jugendgruppen und zur anschließenden Diskussion.
Mein einziger Kritikpunkt betrifft eine kleine Auslassung: Mir erscheint es mehr als offensichtlich, dass Sophia das Asberger-Syndrom hat - warum dies nicht im Buch expliziter thematisiert und damit Aufmerksamkeit und Verständnis hierfür gefördert wird, hat sich mir nicht erschlossen und ich finde es sehr schade, dass hier Potenzial verschenkt wurde.
[70 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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