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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Schlick, Oliver,     
Titel:
Penny Maroux und das Geheimnis der 11
ISBN:
978-3-7641-5153-9  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Guhr, Constanze
Seitenanzahl:
343
Verlag:
Annette Betz bei Ueberreuter, Berlin
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
14,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Penny Maroux hat einige Gedanken und Ideen, die andere Leute sehr sonderbar finden. Darum ist es auch eigentlich kaum verwunderlich, dass Penny an ihrem elften Geburtstag eine Karte im Kirschbaum findet. Merkwürdig ist nur der Inhalt und der Absender: die mysteriösen Elfer-Kinder. Aber Penny ist willens, das Geheimnis um die Elfer-Kinder schnellstens zu lösen und begibt sich damit auf eine spannende Mission…
[157 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
10 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / fantastisch / märchenhaft / Freundschaft / Komik / Humor / Mädchen / Frau
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Bereits das Cover lässt erahnen, dass die Geschichte, die Penny in „Penny Maroux und das Geheimnis der 11“ erlebt mehr als spannend und geheimnisvoll ist. Der Covergestaltung wie auch dem Titel lässt sich lediglich entnehmen, dass die Zahl Elf eine große Rolle spielt. Die Pasteltöne des Covers sind dezent und heben die Embossierung von Schrift und Zahlen auf Vorder- und Rückseite des Buches hervor.
Inhaltlich kann die Geschichte voll überzeugen, da sie eine Vielzahl von Themen und Elementen enthält, die in der Kinderliteratur bisher wenig Beachtung gefunden haben. So sind die Gedanken der Protagonistin sehr phantasievoll und lebhaft, sodass sich dem Leser viele neuartige Gedankengänge offenbaren. Mit viel Charme, Köpfchen und Witz durchlebt Penny viele ungewöhnliche Situationen. Dabei ist es ein leichtes, mit der Figur mitzufühlen, denn nicht nur die Ich-Perspektive, aus der heraus erzählt wird, schafft eine deutliche Nähe zum Leser. Auch die Sprachweise trägt maßgeblich zu einer hohen Identifikation mit der Figur bei. Neben Penny sind auch die Nebenfiguren so detailliert beschrieben und mit einem unverkennbaren Stil versehen, dass ein hoher Wiedererkennungswert entsteht. Stereotype Figuren sind dabei negativ behaftet und gezeichnet; die einzigartigen Figuren sind die, die deutlich positiv markiert werden. Die im Buch aufgezeigte Art, Dinge zu hinterfragen und positiv zu denken und nie den Glauben an sich selber zu verlieren, wird keinesfalls belehrend vermittelt sondern ergibt sich aus dem Verlauf der Geschichte heraus, sodass der Leser zu einer reflexiven Denkweise angestoßen wird.
Insgesamt hat das Buch einen Umfang von über 340 Seiten, was für weniger kompetente Leser sicherlich eine Herausforderung darstellt. Nichtsdestotrotz unterhält das Buch so gut, dass der Leseumfang zur Nebensache avanciert. Für einen Einsatz in pädagogischen Kontexten ist das Buch aufgrund seiner Handlung, des Umfangs und der formal doch recht femininen Aufmachung eher kritisch zu betrachten, dafür aber für den privaten Gebrauch umso mehr zu empfehlen.
[157 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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