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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Linker, Christian,     
Titel:
Und dann weiß jeder, was ihr getan habt
ISBN:
978-3-423-74042-5  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Seitenanzahl:
256
Verlag:
dtv, München
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
14,95 €   Taschenbuch / Heft / Broschur
       
Inhalt:
Die Aufnahmen zu einem Abiturfilm geraten außer Kontrolle, da eine Mitschülerin alles live ins Internet stellt
[25 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
14 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Schule / Schüler / Kriminalität / Freundschaft / Internet
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Fünf Abiturienten (Constantin, Lennard, Daria, Özge und Muriel) treffen sich, um bei Muriel zuhause einen Abiturfilm für die Abschlussfeier aufzunehmen. Was die Gäste nicht wissen: Muriel hat eine geheime Kamera installiert und überträgt das Treffen live ins Internet, denn sie erhofft sich die Aufklärung um das rätselhafte Verschwinden der dunkelhäutigen Mitschülerin Precious. Nach und nach geben die Gäste Details rund um Precious‘ Verschwinden preis, allerdings gerät das Treffen am Ende völlig außer Kontrolle. Christian Linker schafft es wieder, mit seiner Wortwahl genau den Jargon der heutigen Jugendlichen zu treffen. Leicht und locker lesen sich die Kapitel, die abwechselnd aus den verschiedenen Perspektiven der fünf Mitschüler geschrieben sind. So weiß der Leser teilweise mehr als die Einzelnen vor Ort. Am Ende nimmt das Buch wirklich eine spannende Auflösung und man möchte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Das Motiv von Muriel, warum sie alles filmt und ins Internet stellt, bleibt mir allerdings bis zum Schluss ein bisschen rätselhaft. Constantin, den sie „überführen“ möchte, muss sie ja sehr hassen, wenn sie seinetwegen so einen Aufwand betreibt. Dass Muriel in ihrem Leben jedoch eigentlich eine sehr unglückliche Person ist, steht leider ungelöst am Ende im Raum. Die letzten Seiten erscheinen mir dann auch fast unwahrscheinlich. Trotzdem ist das Buch – gerade im heutigen Internetzeitalter mit all seinen Cybergefahren – extrem lesenswert und wird jugendliche Leser sofort in seinen Bann ziehen. Darüber hinaus werden verschiedene andere Themen angerissen (Flüchtlingsproblematik, Unterschied zwischen arm und reich, …), so dass es keine Sekunde langweilig ist. Sehr empfehlenswert, auch als Klassenlektüre für einen Oberstufenkurs!
[25 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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